Uri Geller's Kolumne in

 

 



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Januar/Februar 2008 - Wendezeit 1/08

November/Dezember 2007 - Wendezeit 6/07

September/Oktober 2007 - Wendezeit 5/07

Und wie funktionieren Gellers Biegeexperimente??? Der Wendezeit-/Bestsellerautor Ernst Meckelburg liefert erstmals den einzig schlüssigen Beweis für die Echtheit von Uri Gellers Biegefähigkeiten - den Einfluss seines Bewusstseins auf Materie. Meckelburg weist nach, dass z.B. beim Verbiegen von Objekten (Löffel, Gabeln, Schlüssel usw.) ausschliesslich quantenphysikalische Phänomene wirken. Es geht somit alles "mit rechten Dingen" zu. Irgendwelche Tricks sind mit absoluter Sicherheit auszuschliessen.
Lesen Sie bitte Uri Gellers Vorwort in Wendezeit Nr. 5/07 und die Funktionsweise des Biegevorgangs in E.Meckelburgs Bestseller "Ewiges Bewusstsein - Geistiges steuert Lebens- und Überlebensprozesse" (ISBN 3-934672-19-1 und ISBN 978-3-934672-19-2).

Gedanken zum Buch «Ewiges Bewusstsein» von Ernst Meckelburg

Neulich begegnete ich ihm in ei­nem meiner bizarrsten Träume, die ich je hatte – meinem Vorfahren mütterlicherseits Sigmund (Sigismund Shlomo) Freud (1856-1939), bedeutender Arzt und Tiefenpsychologe, Begründer der Psy­choanalyse. Seine revolutionären Theorien und Methoden, unter an­derem das Freie Assoziieren vor allem mit der Traumdeutung, werden auch heute noch kontrovers diskutiert. Was würde er, der wohl einflussreichste Denker des 20. Jahrh­underts, als sachlich orientierter Wissenschaftler wohl zu all den physikalisch kaum nachvollziehbaren psychokinetischen Leis­tungen seines Nachfahren Uri sagen, wenn er sie, wie Millionen Men­schen weltweit, persönlich oder am Bildschirm erlebt hätte? Wie hätte er, der Freidenker, die positive Beurteilung meiner von zahllosen Wissenschaftlern in aller Welt nachgewiesenen paranormalen Phänomene aufgenommen – Dinge, die mir selbst seit Jahrzehnten Kopfzerbrechen bereiten, weil ich mir über ihren Wirkmechanismus völlig im Unklaren bin.
Im November 2005, als ich meinem langjährigen Freund, Bestsellerautor Ernst Meckelburg, seiner Frau und Begleitung, einem Physiktheoretiker, begegnete, verbog ich unmittelbar vor deren Augen innerhalb weniger Sekunden einen von Ernst mitgebrachten massiven Esslöffel. Nach diesem erfolgreichen Experiment diskutierten wir ausführlich über das psychokinetische Phänomen «mind over matter», den Mechanismus, der bei den erstaunlichen Biegeeffekten und anderen paranormalen Phänomenen wirksam wird. Ernst und der bei diesem Experiment anwesende Physiktheoretiker Dr. Otto Beyer halten quantenphysikalische Wirkfaktoren – den so genannten «Beobachtereffekt» – als Auslöser des Phänomens für die wahrscheinlichste Erklärung.
Vor vielen Jahren besuchte der Au­tor den renommierten engli­schen Physiker Professor John Hasted, Universität London, Birkbeck-College, der mich jahrzehntelang im dortigen Physiklabor unter strengsten Bedingungen testete. Auch John war davon überzeugt, dass bei Psychokinese das Bewusstsein auf Materie einwirkt, dass Bewusstsein grundsätzlich Ma­terielles beherrscht.
Der Autor, der ähnlichen Gedanken wie Professor Hasted nachhängt, bezeichnet mich oft scherzhaft als «lebenden Beweis für ‚mind over matter’», und er ist ehrlich bemüht, die quantenphysikalische Natur der von mir vorgebrachten Phänomene nachzuweisen. Mehr noch: Er sieht in ihnen auch eine Erklärung für den Einfluss des Bewusstseins auf Heilprozesse und, im Zusammenhang hiermit, für das informatorische Wirkprinzip der alternativen bzw. Komplementärmedizin, die sich heute weltweit immer grösserer Beliebtheit erfreut.

 

Juli/August 2007 - Wendezeit 4/07

Reinkarnation und «Déjà vu»

«Déjà vu»-Erlebnisse sind vielleicht die häufigsten psychischen Erfahrungen, gleichzeitig aber auch die geheimnisvollsten, die man haben kann. Die Standard­erklärung der Skeptiker ist, dass dieses Phänomen – dass wir glauben, einen Ort bereits früher gesehen oder ein Erlebnis bereits gemacht zu haben – auf einer Störung der Gehirnfunktionen beruht. Es sollen beide Gehirnhälften während kurzer Zeit nicht mehr koordiniert arbeiten. Viele Menschen glauben, eine solche Störung sei vernünftiger als die Idee, dass wir bereits gelebt und den Ort in einem vergangenen Leben möglicherweise besucht haben. Ich finde den Gedanken an eine Wiedergeburt zwar recht schwierig zu akzeptieren, aber ich werde nie vergessen, wie ich vor geraumer Zeit mit meiner Familie durch Exeter fuhr, als mein Sohn, damals ein Teenager, mir sämtliche Strassen und Gebäude beschrieb, bevor wir an ihnen vorbeifuhren, obwohl er in seinem ganzen Leben noch nie in der Nähe dieses Ortes gewesen war. War er in einem früheren Leben ein Kind dieser Stadt gewesen? Sicher ist, dass er jetzt der grösste Fan des städtischen Fussballclubs ist.
Als Carl Gustav Jung das erste Mal nach Afrika fuhr hatte er das Gefühl, dass er zum Kontinent seiner Vergangenheit zurückkehrte – einer Vergangenheit, die 5000 Jahre zurück lag. Er nannte das «ein intensivstes ‚sentiment du déjà vu‘» (Erinnerungen, Träume, Gedanken, von C.G. Jung, aufgezeichnet und herausgegeben von Aniela Jaffé. Zürich, 1961. S. 258) und sprach von der Erkennung der unbewussten Erinnerung.
Wenn Sie wieder einmal eine solche Erfahrung machen sollten, verdrängen Sie sie nicht – behandeln Sie sie wie einen Weckruf Ihrer Psyche.

 

Mai/Juni 2007 - Wendezeit 3/07

Edgar Cayce, der präkognitive Heiler

Edgar Cayce dürfte der grösste Prophet und Heiler des Jahrtausends gewesen sein – aber er war dies ausschliesslich im Schlaf. Obwohl er kaum lesen konnte, kannte er die menschliche Anatomie mindestens so gut wie jeder Chirurg, und in einem selbst induzierten hypnoti­schen Trancezustand konnte er innerhalb von Minuten Krankheiten diagnostizieren und die passenden Behandlungen empfehlen. Dazu musste er nicht einmal den Patien­ten sehen, denn er arbeitete mit Telepathie. Wenn er einen Brief von einem Tausende von Meilen entfernt lebenden Kranken in der Hand hielt, war Cayce überzeugt, dass er sich mental mit den kranken Zellen dieser Person verständigen könne. Die Idee mutet lächerlich an, deren Auswirkung war es nicht. Tausende von Leuten glaubten, dass Cayce sie von ihrem Leiden befreite. Seine erste Heilung betraf ihn selbst: 1898 kurierte er sich von einer Halskrankheit. Später wurde er durch seine zahlreichen „Readings» berühmt. Als Sechziger hielt er, zwischen Juni 1943 und Juni 1944, 1385 Trancesitzungen ab – bis zu sechsmal täglich. Erschöpft starb er am 3. Januar 1945. In seinem Nachlass fanden sich unzählige Einzelverordnungen für Patienten, die er nie getroffen hatte, sowie zahlreiche Wahrsagun­gen und Einblicke in seine ver­gan­genen Leben. Cayce, ein beschei­dener Mann, glaubte, dass jeder von Geburt auf medial veranlagt sei. Psychokinese war für ihn eine Form von Kreativität, und alle aussersinnlichen Wahrnehmungen (ASW) waren seiner Meinung nach eine Äusserung des Glaubens und der Liebe. Obwohl Hunderte von Ärz­ten die Echtheit seiner Heil­kräf­te bezeugten, wurde er durch das Establishment verfolgt und geplagt, der Wahrsagerei beschuldigt und sogar der Mitschuld an einem Mord angeklagt, nachdem er in Trance einen Mörder identifiziert hatte. Er gilt als Vater der holistischen (ganzheitlichen) Medizin. Von ihm stammt die Auffassung, dass ein einziges Element in unserem Leben, das sich im Ungleichgewicht befin­det, uns selbst aus dem Gleich­gewicht bringen kann. Seine Grund­regeln waren einfach: ein guter Kreislauf, eine gute Ernährung, viel Entspannung und eine gesunde Verdauung. Heute noch existieren mindestens vier Gesellschaften, die sich der Förderung seines Gedan­kenguts widmen. Cayce selbst grün­dete einer dieser Gesellschaften: die «Association for Research and Enlightenment», die heute noch von seinem Enkel Charles geleitet wird. Seine Website im Internet (http://www.are-cayce.com) sieht wie eine bunte Werbebroschüre für den Verkauf von Immobilien oder Vitaminpillen aus und enthält zahl­reiche farbige Graphiken und auf­munternde Zitate, ausserdem eine Plauderseite (chat room), eine klei­ne Audiothek mit Tonaufnahmen über ASW, Heilen und Geisteskräfte sowie einen einfachen Test zur Erkennung der eigenen psychischen Fähigkeiten. Die Ansichten Cayces waren eher ungewöhnlich, exzent­risch, ja eigenartig. Er glaubte z.B. dass die Bimini Inseln in den Ba­hamas die Spitzen der Berge des versunkenen Atlantis seien – die einzigen Überreste eines Kontinents, der Ursprung der grössten Zivili­sa­tion auf Erden gewesen sei. Und er behauptete, dass je­der geheime Ge­danke jedes Menschen in einem endlosen Journal aufgezeichnet wer­den, in der Akasha-Chronik.Ich bin froh, Ihnen mitteilen zu können, dass es bis heute noch keine Webadresse für die Akasha-Chronik gibt.

 

Maerz/April 2007 - Wendezeit 2/07

Eine liebende Familie ist ein Jungbrunnen

Ich versuche immer noch, mich von den Feiern zu meinem 60. Geburtstag in Israel zu erholen. Der Tag fing damit an, dass ich bei den Aufnah­men für eine Fernsehwerbung einen neuen Rekord aufstellte. Solche Aufnahmen dauern immer mindestens einen Tag, meis­tens zwei Tage, manchmal eine ganze Woche – aber noch bevor die Filmcrew ihr Material fertig ausgepackt hatte, schnappte ich mir den Regisseur und sagte ihm: «Wir werden den Film in maximal vier Stunden drehen – oder überhaupt nicht. Und je länger wir hier herumstehen, umso schwieriger wird es sein.»
Das Team stellte sich der Herausforderung. Wir befanden und in ei­nem Fussballstadium, um einen 30-Sekunden-Spot für die Toto-Wette aufzunehmen. Als Geburtstagsgeschenk hatte ich beschlossen, mei­ne Gage kranken Kindern zu schenken, aber ich war wild entschlossen, nicht zu spät bei meiner Geburtstagsparty einzutreffen.
Vier Stunden und 15 Minuten später war der Film im Kas­ten. Ich weiss nicht, ob die Filmcrew glück­lich war, das Ganze mit «Überschallgeschwindigkeit» erledigt zu haben, aber Shipi und ich waren zweifellos gut gelaunt – es war Par­tytime.
Meine Geburtstage sind normalerweise familieninterne Angelegenheiten, aber da meine Fernsehsendung zurzeit die Nummer 1 im israelischen Fernsehen ist, war das Medieninteresse an mir gross und es gab keine Möglichkeit, die Medienleute von meiner Geburtstagsfeier fern zu halten. Wir beschlossen also, der Fernsehgesellschaft die Organisation der Party zu überlassen, mit dem Ergebnis, dass jede Menge Prominente und Presseleute in einer der bekanntesten Discotheken von Tel Aviv eingeladen wurden.
Hanna und ich traten ein, und die Lichtershow blendete uns wie ein Blitzgewitter. Zuerst dachten wir, man hätte zusätzlich eine Nebelmaschine installiert, um die Effekte noch zu erhöhen, aber dann realisierten wir, dass der dichte Nebel von 300 kettenrauchenden Leuten verursacht wurde.
«Das ist der lauteste Ort, an dem ich je war», schrie ich Hanna zu. Sie berührte ihre Ohren und hob die Schultern; und wegen der Lichter und des Rauches konnten wir nicht einmal von den Lippen ablesen, was wir einander sagen wollten. So begann ich einen schnellen Rundgang durch den Raum, um Hände zu schütteln, Küsschen zu verteilen, mich umarmen zu lassen und den Geburtstagskuchen anzu­schneiden. Zehn Minuten später war ich wieder bei Hanna und steckte ihr einen Zettel zu: «Lasst uns von hier verschwinden!»
Mit einigen alten Freunden, die ich schon kannte, bevor wir in den frühen Siebziger Jahren Israel verliessen, fanden wir ein ruhiges Strand­restaurant und feierten dort bis in die frühen Morgenstunden weiter. Meine Tochter Nathalie war aus Los Angeles her geflogen und mein Sohn Daniel, der als Anwalt gerade mit einem faszinierenden Gerichtsfall in London beschäftigt war, rief mich an und wir plauderten lange zusammen. Es war ein wunderbarer Abend.
Jeder Journalist, der mich an jenem Tag kontaktierte, stellte mir die gleiche Frage: «Was ist das Geheimnis Ihres jugendlichen Aus­sehens mit 60?» Die Antwort ist einfach: Meine Familie hält mich jung. Viele Studien belegen, dass glücklich Verheiratete länger leben, und dass ein wacher Geist und ein jugendliches Herz den Alterungsprozess verlangsamen.
Meine Mutter lebte über 90 Jahre lang; ich bin überzeugt, dass sie ihr hohes Alter dem Umstand verdankt, dass sie im Kreise ihrer liebenden Familie leben durfte, immer in Begleitung ihrer Grosskinder. Natürlich habe ich in meinem Fall immer auch auf eine korrekte Ernährung Wert gelegt, auf regelmässige Gesundheits-Checks und auf die rechte Kombination von Vitaminen geachtet. Aber ohne die Liebe und Unterstützung von Hanna, Shipi, Dan und Nat würde ich heute vermutlich wie der graue Gandalf aus «Herr der Ringe» aussehen!

 

Januar/Februar 2007 - Wendezeit 1/07

Telepathie

Bei der Telepathie kommuniziert ein Bewusstsein mit einem anderen (oder mit einer telepathischen Quelle, wie beispielsweise einem Computer) durch aussersinnliche Wahrnehmung. Eine Person sendet einer anderen eine Botschaft allein mit Hilfe von Gedankenkraft. Dazu müssen sie zunächst Ihr visuelles Vorstellungsvermögen trainieren. Die beste Methode besteht darin, die Augen zu schliessen und sich vorzustellen, dass man auf einen Fernsehbildschirm blickt:
• Zeichen sie vor Ihrem geistigen Auge einen Bildschirm, auf dem sie jeden von Ihnen erschaffenen Film ansehen können.
• Lassen sie sich Zeit und machen sie zunächst ein paar Entspannungsübungen. Entspannen sie Körper und Geist und konzentrieren Sie sich dann ausschliesslich auf Ihren inneren Fernsehbildschirm, der zu diesem Zeitpunkt leer sein sollte.
• Schalten Sie nun den imaginären Fernseher ein. Stellen Sie sich konkret vor, dass Sie einen Knopf drücken und dass der Bildschirm zu flimmern beginnt.
• Fangen sie nun an, Bilder auf diesen Bildschirm zu projizieren: das Gesicht eines nahe stehenden Menschen, das Haus oder Apartment, in dem Sie wohnen, Ihr Haustier…
• Sehen Sie sich nun noch einmal einige Ereignisse des Tages an, so als wären sie auf Ihrem persönlichen Video aufgezeichnet, und spielen Sie sich diese Bilder noch einmal vor.
Mit einiger Übung wird es Ihnen immer leichter fallen, Ihr mentales «Fernsehgerät» zu aktivieren und Ihre eigenen Filme abzuspielen.
Der nächste Teil der Übung kostet vielleicht ein wenig Zeit und Mühe:
• Stellen sie sich vor, Sie seien eine Empfangsstation. Sie warten daauf, dass der Videofilm zu Ihnen übertragen wird, obwohl Sie noch nicht wissen, was darauf zu sehen ist.
• Stellen sie sich vor, Sie seien der Zeit ein paar Stunden voraus, und schauen sie, welche Bilder Sie auf Ihrem Bildschirm empfangen.
• Üben Sie das immer wieder. Wenn Sie dann so weit sind, dass Sie den Fernsehbildschirm jederzeit willentlich vor Ihrem geistigen Auge erscheinen lassen können, bitten Sie einen Freund oder eine Freundin, ein einfaches Bild auf ein Stück Papier zu zeichnen, ohne es Ihnen zu zeigen, und probieren sie aus, ob Sie dasselbe bild zeichnen können. Versuchen Sie zu erreichen, dass sich dieses Bild auf Ihrem inneren Bildschirm materialisiert. Mit einiger Übung sollte es Ihnen gelingen.
Ich bin absolut überzeugt, dass die meisten Menschen telepathische Fähigkeiten besitzen und dass sie nach einigem Üben erfolgreich sein werden.
Falls es Ihrem Freund oder Ihrer Freundin nicht gelungen ist, das Bild zu übertragen, üben Sie einfach weiter. Geben Sie nicht gleich auf. Bitten Sie Ihr Gegenüber, das Bild mehrmals nachzuzeichnen. Sollte es überhaupt nicht gelingen, versuchen Sie es noch einmal mit einem anderen Freund, der vielleicht eine positivere Einstellung zu Psi oder zur Telepathie hat. Falls Sie kein Vertrauen in Ihre eigenen telepathischen Fähigkeiten haben, denken Sie doch nur einmal daran, wie oft Sie schon im gleichen Augenblick denselben Satz sagte, wie jemand, mit dem Sie gerade zusammen waren, oder wie oft Sie bereits wussten, wer am Telefon war, sobald Sie es läuten hörten. All das sind Hinweise auf Telepathie. Falls Sie in der Lage sind, Gedanken zu lesen, sollten Sie einmal versuchen, Botschaften an einen bestimmten Empfänger zu senden. Zeichnen Sie etwas uf ein Blatt Papier und bitten Sie einen Freund oder eine Freundin, es zu reproduzieren. Gehen Sie entspannt mit diesen Dingen um. Wenn Sie feststellen, dass Sie angespannt und gereizt sind oder unter Druck stehen, sollten Sie das Experiment abbrechen und es später noch einmal versuchen. Sie müssen Vertrauen in Ihre Fähigkeiten haben.
Telepathie kann man auch anhand der folgenden Hilfsmittel üben:
• Fertigen Sie eine Reihe von Zahlenkärtchen an.
• Nehmen Sie eines davon in die Hand und konzentrieren Sie sich intensiv darauf. Übertragen Sie es auf Ihren mentalen Bildschirm und prüfen Sie, ob Ihr Freund/Ihre Freundin sagen kann, um welche Zahl es sich handelt.
• Versuchen Sie dasselbe mit einem Kartenspiel und schauen Sie, ob Ihr Freund/Ihre Freundin entweder die Zahl oder die Farbe erraten kann.
• Andere Darstellungen einfacher Formen – Kreise, Dreiecke, Quadrate und Kreuze – eignen sich ebenfalls gut zum Senden. Sie können allerdings auch die Namen von Hauptstädten auswählen oder sechs berühmte Menschen, deren Porträts Sie an Ihren Freund /Ihre Freundin senden.
• Tellen Sie sich anfangs leichte Aufgaben und gehen Sie erst nach einiger Zeit zu schwierigeren Bildern und Vorstellungen über.
Wenn ich Informationen empfange, sehe ich, wie eine Linie auf meinem imaginären Bildschirm erscheint und das bild oder den Buchstaben von rechts nach links zeichnet. Bleibt die Zeichnung mehr als sechs Sekunden stabil, weiss ich, dass ich richtig liege.
Skeptiker sind überzeugt, dass es dabei irgendeinen Trick geben müsse. Immer wieder wird meinem Schwager Shipi vorgeworfen, mein heimlicher Assistent zu sein und mir Signale zu geben – sogar Rauchsignale. Auch gab es immer wieder Gerüchte, in meine Zähne sei ein verborgener Empfänger eingebaut, die Zeichnungen würden mit «hörenden» Stiften angefertigt, ich würde heimlich durch meine Finger schauen oder sogar mit Hilfe einer extrem starken Lichtquelle durch Briefumschläge sehen. Doch all die Wissenschaftler, die meine Fähigkeit testeten, wissen, dass das absurd ist.
Wollen Sie weitere Tipps kennen lernen, um die Macht Ihres Geistes zu entwickeln und meine Geheimnisse für Wohlstand, Gesundheit und Glück zu nutzen, lesen Sie mein Buch Die Macht des Geistes (erhältlich bei der Redaktion der Wendezeit).

November/Dezember 2006 - Wendezeit 6/06

Ausserkörperliche Erfahrungen

Eine der wichtigsten Fragen, die sich heutzutage der Wissenschaft stellt, ist: «Was ist Bewusstsein?» Jeder Wissenschaftler, den man dazu befragt, jeder Bestseller, jede Radio- oder TV-Gesprächsrunde über dieses Thema liefert eine andere Antwort. Gewisse kluge Köpfe glauben, dass man nie imstande sein wird zu erklären, was «bei Bewusstsein» sein bedeutet; unsere Gehirne sind nicht für derart subtile Konzepte eingerichtet. Andere meinen, dass es keine Wörter gibt, um die komplexen Aspekte des Geistes zu beschreiben der weiss, dass er lebt. Es belustigt mich, dass so viele Wissenschaftler glauben, dass diese Fragen erst kürzlich erfunden worden sind. In Wirklichkeit hat der Mensch seit vielen Jahrtausenden nach den Antworten gesucht, und man weiss schon längst, was Bewusstsein ist und wo wir es «aufbewahren». Das Problem ist, dass die Wissenschaft, im Bemühen, alles zu rationalisieren, viele alte Erkenntnisse zur Seite gelegt hat, weil es zu schwierig ist, sie im Labor zu analysieren. Eine davon ist die Seele. Wie die meisten Religionen oder spirituellen Menschen bin ich sicher, dass jeder Mensch eine Seele hat – die Flamme des Lebens und des Bewusstseins, die in unserem Körper brennt. Wissenschaftler, denen der uralte Begriff der Seele nicht passt sagen, dass bei keiner Autopsie eine solche je gefunden wurde. Wahr ist, dass es nicht schwierig ist, die eigene Seele zu lokalisieren; man kann sie frei und körperlos schweben lassen. Forscher der Universität von Bristol fanden heraus, dass ungefähr 40 Prozent der Menschen mindestens einmal in ihrem Leben eine ausserkörperliche Erfahrung machen, bei der die Seele sich vom Körper loslöst. Viele dieser Nahtodes-Erlebnisse sind durch Hollywood-Filme berühmt gemacht worden. Solche Erlebnisse können auch durch höchste Gefahr oder durch ein Trauma ausgelöst werden. Aber fast zehn Prozent können kontrolliert und bewusst erfahren werden. Für viele Menschen ist das erhabene Gefühl, dass der Geist ausserhalb des Körpers existieren kann, eine tief bewegende Erfahrung. Es scheint, dass es für diese Menschen der endgültige Beweis ist, dass unser Leben nicht enden muss, wenn der physische Körper stirbt.

 

September/Oktober 2006 – Wendezeit 5/06

Auch Sie verfügen über psychokinetische Kräfte

Noch immer gibt es nicht wenige Menschen, die sich die geistig-seelischen Fähigkeiten und Kräfte, welche z.B. Psychokinese-Phänomene bewirken, nicht erklären können und diese deshalb nicht anerkennen wollen. Diese Fähigkeiten sind jedoch längst wissenschaftlich nachgewiesen. Ich selbst habe zahlreiche Male im Zuge von Bühnendarbietungen und Fernsehproduktionen solche Fähigkeiten und Kräfte demonstriert und deren Wirkung auch in meinem Privatleben erfahren und erprobt. Sie stehen aber nicht nur mir, sondern – wenn sie geweckt, aktiviert und trainiert werden – jedem Menschen zur Verfügung.
Jedes Mal, wenn Hunderte von Fernsehzuschauern erstaunt erlebten, wie sich bei ihnen zu Hause Löffel bogen und wie Uhren wieder zu gehen begannen, während mein Gesicht gross auf dem Bildschirm erschien, erhoben sich Fragen nach meinen «Tricks», nach der von mir angeblich eingesetzten «Magie». Wie hätte ich all dies von einem Fernsehstudio aus bewirken können? So gerne ich mich für derartige Leistungen bewundern liesse, die Wahrheit ist jedoch, dass nicht ich es war, der seine Kräfte übertragen hätte. Sie selbst, die Zuschauer, waren es, die, ohne es zu bemerken, ihre eigenen verborgenen Kräfte benutzt hatten. Sie brachten ihre kaputten Uhren wieder zum Gehen. Sie bewirkten, dass sich das Familiensilber bog und wie Spaghetti zusammenrollte. Meine Funktion dabei war lediglich die eines Vermittlers, dessen Einfluss Kräfte in ihnen freisetzte, von deren Existenz sie nichts gewusst hatten.
Das ist es, was ich die Psi-Kraft nenne: eine verborgene psychische Dimension, die jeder Mensch hat und sowohl beeinflussen als auch wahrnehmen kann. Da in unserer Kultur die der linken Gehirnhälfte zugeordneten Fähigkeiten bevorzugt gefördert werden, ist die Psi-Dimension in uns mehr oder weniger verkümmert. Aber diese verborgene Dimension in Ihnen kann durch Techniken und Übungen geweckt und «trainiert» werden.
Die Psi-Kraft wartet nur darauf, eingesetzt zu werden: für jedes legitime Ziel, das Sie anstreben. In meinem neu erschienenen Buch «Die Macht des Geistes» (bei der Wendezeit erhältlich) zeige ich Ihnen, wie Sie von dieser Kraft in Ihnen profitieren können, und ich teile auch das Geheimnis meiner eigenen Kräfte mit Ihnen. Warum? Weil ich den Wunsch habe, dass andere Menschen sich ebenso zufrieden, sicher und glücklich fühlen sollten wie ich.
Die Ihnen innewohnenden Psi-Kräfte können für Ihr tägliches Leben von vielfältigem Nutzen sein. Sie werden Ihnen helfen, beim Sport bessere Leistungen zu erbringen, Ihren Chef zu überzeugen oder zu überrunden, beim Spiel «Glück» zu haben, Freunde zu gewinnen, das andere Geschlecht anzuziehen, ein guter Liebhaber zu sein, Krankheit und Depression zu überwinden, mit Tod und Unglück ins Reine zu kommen, finanziellen Erfolg zu haben und vor allem glücklich und zufrieden zu sein.
Unter Psi-Phänomenen werden Vorgänge zusammengefasst, die den heute bekannten Gesetzen der Naturwissenschaften, insbesondere der Physik, zu widersprechen scheinen. Wenn man beispielsweise einen Gegenstand, etwa eine Streichholzschachtel, beim Punkt A auf einen Tisch legt und wünscht, dass dieser Gegenstand bei einem anderen, zwanzig Zentimeter weit entfernten Punkt B auf demselben Tisch sein soll, dann muss man den Gegenstand entweder aufheben oder schieben, oder man muss den Tisch anheben, so dass der Gegenstand zu Punkt B rutscht. Auch die Wirkung eines Magnetfeldes oder eine Luftdruckwelle könnte den «Transport» besorgen. in diesen Fällen kann nach wissenschaftlichen Kriterien genau erklärt werden, wie der Gegenstand von Punkt A nach Punkt B gelangt ist. Er wurde von einer bekannten physkalischen Kraft bewegt.
Was aber, wenn sich der Gegenstand durch Psi-Kraft von einem Punkt zum anderen bewegt hat? Was, wenn jemand wünschte, dass sich der Gegenstand bewegte, und dies auch geschah, ohne dass irgend jemand eine physikalische Kraft ins Spiel gebracht hätte? Dann wäre die einzig passende Erklärung das Phänomen der Psychokinese: Der Geist beeinflusst die Materie und setzt sich so allem Anschein nach über die Gesetze der Naturwissenschaft hinweg. Manchen Menschen gelingt, ja «passiert» Psychokinese ganz natürlich und leicht, häufig zu ihrem eigenen Leidwesen. Es ist nicht immer leicht für den, von dem die Kraft ausgeht. Denken wir an die bekannten «Polstergeist»-Phänomene.
Psi-Erfahrungen hat ein Mensch oder nicht. Wenn Sie diese oder jene Psi-Erfahrung ausschliessen, dann laufen Sie Gefahr, alle Möglichkeiten auszuschliessen. Die wichtigste Bedingung für die Entwicklung von Psi ist eine aufgeschlossene, empfängliche Geistes- und Gefühlshaltun
g.

 

Juli/August 2006 - Wendezeit 4/06

Haben wir Gott gezwungen, ein Fisch zu sein?

Skeptiker behaupten immer wieder, dass Gott nicht existiert, weil es keinen Beweis für das Gegenteil gibt. «Wenn es ihn gibt,» sagen sie, «warum zeigt er sich nicht?»
Ich versuche nie, mit solchen Leuten zu diskutieren. Wenn man an einem wunderschönen Frühlingstag an einem Flussufer steht – wie ich vor wenigen Augenblicken – ist die Realität Gottes wirklich sehr nahe. Und wenn man aufrichtig betet, wie ich es mehrmals täglich versuche, ist es unmöglich, die Stimme Gottes nicht zu hören. Aber wie könnte sich Gott einem Skeptiker zeigen, der nie betet und für den ein Fluss im Frühlingssonnenlicht einfach dahin fliessende H2O-Moleküle sind, die von der Strahlung eines entfernten Gasballs beschienen werden?
Wenn Gott in unserer skeptischen Welt sich bemerkbar machen will, muss er schon eine bemerkenswerte Kreativität an den Tag legen. Wir horchen auf, wenn Statuen des hinduistischen Elefantengottes Ganesh Milch trinken. Wir bleiben sprachlos, wenn diverse Marienstatuen Tränen weinen, und jetzt müssen wir einfach hinhorchen, wenn ein Karpfen kurz vor seinem Verzehr endzeitliche Warnungen ausstösst.
Zalmen Rosen (57) wohnt in New Square, ungefähr eine Stunde nördlich von Manhattan. Er verarbeitet Fisch auf dem lokalen Fischmarkt. Eines Tages erschrak er fast zu Tode als sein Mitarbeiter, ein wiedergeborener Christ mit Namen Luis Nivelo, wie ein verrückter schrie: «Es ist der Teufel! Der Teufel ist hier!»
Zalmen rannte aus dem Laden und fand Luis, der sich terrorisiert an die Wand drückte, den Gummiknüttel in den Händen, der er zum Töten der Fische brauchte, wenn er sie aus dem Eisbehälter herausholte, in denen sie angeliefert worden waren. Auf dem Arbeitstisch lag ein 20 Pfund schwerer Karpfen. Er war nicht tot – er schrie. Auf Hebräisch. Zalmen erzählte später der New York Times: «Der Fisch sagte ‚Tzaruch shemirah’ und ‚Hasof bah’, was ungefähr bedeutet, dass jedermann für sich selbst schauen muss, weil das Ende naht.»
Zalmen sagte, auch er habe versucht, den Fisch zu töten; sein Messer sei jedoch ausgerutscht und habe ihn an der Hand verletzt. Der Fisch sei zurück in den Eisbehälter gesprungen.
Als Luis zur Arbeit zurückkehrte, nachdem Zalmen mit verbundener Hand von einer Ambulanz abgeholt worden war, schwieg der Fisch. Er wurde filettiert.
Zalmen erzählte anderen Mitgliedern seiner religiösen Gemeinschaft vom Wunder. Er sagte, der Fisch habe sich als Reinkarnation eines kürzlich verstorbenen Mannes bezeichnet und ihn aufgefordert zu beten, die Bibel zu studieren und sich für das Ende bereit zu machen.
Er sollte es bald bereuen, davon erzählt zu haben. Die Geschichte verbreitete sich rasch ausserhalb der Gemeinschaft und kam diversen Journalisten zu Ohren. Diese reagierten, wie sie es meist tun: sie lachten und spotteten, konnten aber die Geschichte nicht ignorieren.
Als Corey Kilgannon, vom New York Times, sich an den Fischmarkt wendete, hatte Zalmen schon mehr als genug von der ganzen Geschichte. «Lasst mich mit diesem Fisch in Ruhe», sagte er. «Ich wünschte, ich hätte nie ein Sterbenswörtchen davon verlauten lassen. Ich erhalte täglich so viele Anrufe, dass ich sie gar nicht mehr beantworte.»
Auch Luis spricht nicht gerne davon; er glaubt nicht an Reinkarnation und befürchtet, dass der Karpfen tatsächlich der Teufel war. «Ich glaube nicht an all das Zeug, aber ich habe den Fisch sprechen gehört; das bereitet mir Kopfzerbrechen. Nachts stelle ich mein Telefon ab, aber ich kann nicht schlafen und habe an Gewicht verloren.»
Ich habe vor drei Jahren eine ähnliche Geschichte gehört. Ein Freund aus Tel Aviv schickte mir Bilder eines Koi Fisches, auf dessen Schuppen Bibelverse geschrieben waren. Ich fand dies eigenartig: aus welchem Grund sollte irgendjemand einen Fisch als Buch brauchen wollen? Mein Freund beteuerte mir, dass niemand diese Verse geschrieben habe; die Buchstaben seien auf natürliche Weise entstanden - es sei eine einseitige Verfärbung aufgetreten, die unmöglich habe gefälscht werden können.
Dieser Fisch hatte mehr Glück – er wurde nicht filettiert und schwimmt, Irrtum vorbehalten, immer noch im Fischteich seines Besitzers. Für einen Karpfen war dies die richtige Lebenswahl: viele Koi-Besitzer verwöhnen ihre Tiere und bereiten ihnen ein mindestens so luxuriöses Leben wie einem Schosshund.
Wir haben alle schon eigenartige Geschichten gehört wie von Koranversen, die in einem aufgeschnittenen Granatapfel erscheinen, von Feuchtigkeitsflecken auf Kirchenmauern, die wie ein Jesusportrait aussehen, vom Brötchen, das aus dem Ofen kommt und haargenau wie ein rundlicher Buddha aussieht. Eigenartig ist nur, dass die Menschen sich gegen Wunder so abgehärtet haben, dem Spirituellen mit so viel Skepsis begegnen, dass Gott sich in höchst mysteriöser, ja sogar skurriler Weise offenbaren muss. Wir haben Gott gezwungen, ein Fisch zu sein.

Mai/Juni 2006 - Wendezeit 3/06

Geisterhund

Ich glaube an Geister. Meine gesamte Karriere ist dem Paranormalen gewidmet und ich hatte nie den geringsten Zweifel daran, dass unser Geist nach dem Tode unseres Körpers weiterlebt. Ich habe an Séancen teilgenommen, verwunschene Orte und Geisterschlösser besucht, mich in Venedig in verfluchten Palästen herumgetrieben, das Klopfen ruheloser Geister gehört und die lähmende Kälte einer unbekannten Gegenwart gespürt. Aber ich habe nie einen Geist gesehen – nicht mit meinen eigenen Augen, keine echte, sichtbare Gegenwart vor mir. Bis vor kurzem. Ich dachte gerade an eine passende Inschrift für den Grabstein meiner Mutter. Ein Freund, Rabbiner Jonathan Romain, hatte einen Steinmetz aus einer Nachbarstadt empfohlen, einen netten Mann namens Nigel Johnson. Dieser hatte sich einverstanden erklärt, zu mir nach Hause zu kommen, um mir einige Granitsteinmuster zu zeigen. Als Nigels Lieferwagen vorfuhr, ging ich hinaus, um ihn beim Eingangstor zu empfangen. Wir haben eine lange Einfahrt und ich begebe mich selten bis zum Eingang, um Besucher persönlich zu empfangen – das Tor kann elektronisch geöffnet werden – aber an diesem Tag hatte ich das Gefühl, dass ich Bewegung brauchte. Ich ging also hinaus und hörte das Läuten der Kirchenglocken neben dem Friedhof, wo Mutti begraben wurde, was mich sehr berührte.
Ich war erfreut zu sehen, dass Nigel seinen Hund mitgebracht hatte. Einem Mann, der Hunde liebt, kann man normalerweise vertrauen – und dieser Vierbeiner war eine Wucht: ein Bisschen Collie, eine Prise Corgi, mit einem intelligenten Glitzern in den Augen. Er erinnerte mich an meinen ersten Hund, Tsuki, der mit meiner Mutter und mir in Tel Aviv lebte.
Nigel öffnete die Türe und schüttelte mir die Hand. «Ich habe die Steine gebracht», sagte er, «öffnen Sie die andere Türe und werfen Sie einen Blick darauf .» Ich öffnete die andere Türe und sah die Steine auf dem Sitz – aber nichts Anderes. «Wo ist der Hund?», fragte ich. Nigel sah mich verwirrt an, und ich wiederholte meine Frage. «Mein Hund ist im Sommer verstorben», sagte Nigel. «Wie wussten Sie …» Als ich ihm sagte, was ich gesehen hatte, wurde Nigel von einem unkontrollierten Zittern befallen. Zuerst war er nicht sicher, ob es sich nicht um eine Art «Uri Geller-Witz» mit versteckten Kameras handelt. Aber ich war genau so schockiert wie er. Ich hatte soeben meinen ersten Geist gesehen, und es war ein Hund! Später realisierte ich, dass es sich hier um ein Zeichen meiner Mutter handelte: die Kirchenglocken, der Geisterhund. «Aber warum musstest du einen Hund sehen und nicht Mutti selber?», fragte meine Frau. Dazu gibt es eine einfache Erklärung. Wenn der Steinmetz mit meiner Mutter auf dem Mitfahrersitz aufgetaucht wäre, hätte ich selber tot umfallen oder zumindest ohnmächtig werden können.
Die Anwesenheit meiner Mutter ist durch andere subtile Zeichen spürbar geworden. In ihren letzten Lebensjahren trug sie immer eine wunderschöne Uhr, die ihr der Sohn eines berühmten Brasilianer Uhrenmachers geschenkt hatte.
Sie hatte einen Wert von mehreren Tausend Pfund, und als meine Mutter ins Spital eintreten musste, befürchtete
sie, die Uhr zu verlieren. Hanna, meine Frau, versprach ihr also, dass sie die Uhr tragen würde. Eines Abends, nachdem Mutti gestorben war, legte ich die Uhr in eine Schublade – und am nächsten Morgen war sie verschwunden. Ich leerte die Schublade und suchte in allen Ecken und Enden, bevor ich zu Hanna ging, um ihr die schlechte Nachricht zu überbringen. Sie konnte es nicht glauben und wollte selber nachschauen – und da lag Muttis Uhr, zuoberst auf dem Schubladeninhalt. Das lehrte mich, die Uhr nicht mehr anzufassen.

Aug./Sept. 2004 - Wendezeit 5/04

Geistergeschichten

Geistergeschichten verschwinden nie. Sie finden immer neue Wege, um in unseren Gedanken zu spuken, neuen Terror, um unsere Psyche zu verletzen. Wenn Sie zu Nervosität tendieren, sollten Sie vielleicht diese Zeilen überspringen - einige Aspekte meines heutigen Themas können echt verwirren.Zwei Jahre nach dem Blair Witch Project (s. Kasten) schockte Hollywood mit einem neuen Horrorfilm. John Carpenter, Schöpfer von The Thing (Das Ding aus einer anderen Welt) und Halloween, hat den Film Ghosts of March mit zwei relativ unbekannten Schauspielern gedreht, Natasha Henstridge und der Rapper Ice Cube.Ich habe den Streifen vor einiger Zeit in den Staaten gesehen und war überrascht, welche unglaublich starke Wirkung ein Film noch heutzutage haben kann, der auf unserer urtümlichen Angst vor geistiger Besessenheit basiert, unserer Angst, dass ein Geist - ein Gespenst - unseren Körper übernehmen könnte. Wir haben das menschliche Genom entschlüsselt, wir haben Gott mit einem Urknall vor Jahrmilliarden gleichgesetzt, aber wir besitzen noch immer das instinktive Wissen, dass unser eigentliches Wesen mehr ist als bloss Fleisch und Knochen.Wir alle haben eine Seele, und der Gedanke, dass sich irgendetwas dieser Seele bemächtigen könnte, ist ein Horror. Vor einigen Jahren veröffentlichte der Vatikan neue Richtlinien für Priester, die sich mit Exorzismus befassen, d.h. Dämonen vertreiben, welche den Geist/die Seele eines Menschen besessen.Diese erschreckenden Rituale finden nicht nur auf der Filmleinwand statt wie im Oscar gekrönten Film Der Exorzist. «Die Existenz des Teufels ist keine Meinung, etwas, das man nach Lust und Laune glaubt oder fallen lässt», sagte Kardinal Jorge Medina Estevez. Im September 2000 soll der Papst höchstpersönlich eine 19-jährige Frau exorziert haben, die auf dem St. Petersplatz mit tiefer Stimme begann, zusammenhanglose Obszönitäten zu brüllen.Es spielt keine Rolle, ob dieses persönliche Drama in einer echten Besessenheit oder einem psychologischen Trauma wurzelt. Die sehr reale Natur des Exorzismus sollte genügen, um angesichts der Tragödien und gewalttätigen Ereignisse, die sich täglich ereignen jeden Zweifler zu überzeugen, dass das Böse kein imaginäres Konzept ist. Das Böse existiert, und wir müssen alle Ressourcen unseres Herzens einsetzen, um es zu bekämpfen.

The Blair Witch Project

Schon seit Jahren besteht die Legende, dass in einem kleinen Wäldchen in Blair, das heute Burkittsville heisst, eine Hexe ihr Unwesen treibt und diejenigen, die sich nach Anbruch der Dunkelheit in diesem Wäldchen aufhalten, umbringt. Drei Studenten brechen mit einer Videokamera bewaffnet auf und wollen dieser Sache nachgehen. Doch soll das gut enden? Alles fängt harmlos an. Tagsüber ziehen sie umher und filmen und haben ihren Spass, nachts zelten sie im Wald. Doch der Spass endet abrupt, als sie nachts beginnen, Angst erregende Geräusche zu hören, die immer näher kommen. Dann verlaufen sie sich und finden nicht mehr aus dem Wald heraus. Und zu allem Überfluss hat es nun auch noch die Hexe auf sie abgesehen. Sie werden nie wieder lebend gesehen. Das Einzige, was an sie erinnert, ist das Videomaterial, das ein Jahr später gefunden wird.
 

Juni/Juli 2004 - Wendezeit 4/04

Die heilenden Kräfte der Malerei

Durch «Healing Art» (Heilende Kunst) kann beim Betrachten von speziellen Bildern Spannung abgebaut und Stress eliminiert werden. In der Malerei ist eine Vielzahl von Informationen enthalten, die nicht durch Worte ausgedrückt werden können, von denen aber angenommen wird, dass sie den Geisteszustand des Betrachters beeinflussen können.Kiyofumi Aoshima, der Manager eines Fitnessclubs, erklärte: «Die Reaktion unserer Mitglieder veränderte sich, als wir die aufgehängten Bilder austauschten.» Im Club hangen jetzt überall «healing art»-Bilder. Jede einzelne Malerei wird durch einen «healing art»-Spezialisten für einen bestimmten Zweck ausgewählt.

Blaue abstrakte Malerei kann beruhigen

In den Räumen, die für den Aufenthalt nach den Übungen verwendet werden sowie in den Ruheräumen hangen blaue, abstrakte Bilder, die an Wasser und den Weltall erinnern; früher hingen dort Bilder von Windsurfern. Nachdem diese Bilder durch die heilenden Bilder ersetzt wurden erklärte ein normalerweise gestresster Stammkunde, dass er sich jetzt besser entspannen kann. Im Aufenthaltsraum der Instruktoren hingegen hängt eine lebhafte abstrakte Malerei, die den Wunsch erzeugt, hart zu arbeiten. Im Beratungszimmer für psychosomatische Patienten hängt ein Bild, von dem angenommen wird, dass es Spannungen abbaut.Hiromi Shibuya, der Eigentümer einer Kunstgalerie, ist überzeugt: «Die Betrachter werden unbewusst extrem stark durch Malereien beeinflusst.». Er meint, dass harmonische Bilder, die an das Universum und an die Erde erinnern, sich besonders gut für Arbeitsplätze eignen, weil man sich im Geist mit dem Universum und der Erde verbunden fühlt, sich dadurch entspannen, gleichzeitig aber den Wunsch verspüren kann, härter zu arbeiten.

Van Gogh kann deprimieren

Im Gegensatz dazu können subjektiv gefärbte Malereien wie jene von Van Gogh empfindsame Menschen deprimieren können. Hiromi Shibuyas Erklärung: «Am Arbeitsplatz müssen Bilder gezeigt werden, die dem Betrachter ein Gefühl der Lebendigkeit vermitteln.».Ryoji Tokuda, Präsident der Japanese Healing Art Society und Vize-Direktor des Hasegawa Hospitals sagt: «Der menschliche Geist ist empfänglich für nonverbale Informationen. Wer ein Bild betrachtet wird psychologisch durch etwas beeinflusst, dass vom Hintergrund des Bildes ausgestrahlt wird.» Dr. Hasegawa hat während langer Zeit mit einer Kunst-Therapie gearbeitet, in der er Patienten heilt, indem er sie ihre inneren Gefühle malen lässt. Er meint, dass die Bilder von psychisch Kranken den Schmerz und das Leiden der Patienten aufzeigt.Bilder von Edvard Munch sind künstlerisch hoch stehend, eignen sich jedoch nicht für den Arbeitsplatz. Nach Dr. Hasegawas Meinung können Malereien heilend und motivierend wirken.

Institutionen interessieren sich für Healing Art

Diverse Pflegeheime verwenden bereits «healing art»-Bilder, um Herzkrankheiten zu heilen, und verschiedene andere Institutionen experimentieren mit der heilenden Kunst. Der Galerist Hiromi Shibuya hegt keine Zweifel: «Malereien sind eine Medizin, die auf der psychischen Ebene wirkt. Bei richtiger Anwendung sind sie nützlich, bei Missbrauch hingegen können sie Nebenwirkungen erzeugen.»

 

März/April 2004 - Wendezeit 2/04

120 Millionen Jahre v.Chr.

Vor rund zwei Jahren meldeten russische Archäologen den Fund einer alten Reliefkarte die beweisen soll, dass eine intelligente Zivilisation die Erde vor 120 Millionen Jahre besuchte, als Dinosaurier noch unseren Planeten bewohnten.Professor Alexandr Chuvyrov von der Bashkirischen Staatlichen Universität soll die Steinplatte entdeckt und sie die «Karte des Schöpfers» genannt haben. Dr. Chuvyrov untersuchte die Theorie von einer prähistorischen Migration chinesischer Bevölkerungsgruppen in das Gebiet um den Ural.Bei der Karte handelt es sich angeblich um eine dreidimensionale Luftaufnahme der Gebirge rund um das heutige Ufa, eine Millionenstadt im Ural, die Hauptstadt der Republik Bashkortostan. In unseren Tagen können 3D-Karten von solcher Präzision laut Professor Chuvyrov nur mit Hilfe der Satellitentechnologie hergestellt werden. Es wird ausgeschlossen, dass die Karte «manuell» von einem prähistorischen Steinmetz hergestellt wurde. Sie wirkt eher wie «maschinell» hergestellt.Auf der Karte sind neben Flüssen zwölf Dämme mit einem Durchmesser von je 10 km eingezeichnet, die das Ganze zu einer riesigen Staudammanlage ergänzen. Heute sind jegliche Spuren davon verschwunden und wir kennen keine alte Zivilisation, die in der Lage hätte sein können, die Staudämme oder die Karte herzustellen.Die Karte könnte bis zu 500 Millionen Jahre alt sein. Verschiedene Datierungsversuche mit der Radiokarbonmethode und dem isotopischen Uranchronometer scheinen daraufhin zu deuten, dass die Karte rund 120 Millionen alt ist. Ein solches Alter würde unser Verständnis der Prähistorie auf den Kopf stellen. Die Dinosaurier verschwanden erst vor 65 Millionen Jahren von der Erdoberfläche.Die offizielle Wissenschaft glaubt vorderhand nicht daran, dass Menschen und Dinosaurier gleichzeitig existierten. Welche Zivilisation beherrschte eine Kartographie aus dem Zeitalter der Weltraumforschung sowie den Bau einer industriellen Staudammanlage?War es keine menschliche Zivilisation?

 

 

Nov./Dez. 2002 - Wendezeit 6/02

Die Bibel: wahr oder falsch?

Der Lehrbeauftragte für Alttestamentarische Studien an der dänischen Universität von Kopenhagen möchte Gott sein. Nicht jener tolerante, barmherzige Gott Daniels und der Psalmen, sondern der blutrünstige, feuerschleudernde Gott, der Sodom und Gomorra zerstörte.Professor Thomas L. Thompson wirft mit seinen Meinungen um sich wie der Blitze schleudernde Zeus und lässt seine Theorien wie Feuerregen vom Himmel niederprasseln. «Heute habe wir keine Geschichte Israels mehr», schreibt er. «Adam und Eva sowie die Sintflut gehören ins Reich der Mythologie, und wir können nicht mehr von der Zeit der Patriarchen sprechen. Es ist sinnlos, von den Propheten und ihren Schriften aus der Zeit vor dem Exil zu sprechen.» Moses spielt keine Rolle mehr. Josua sinnlos. Samuel sinnlos. Hiob sinnlos. Thompson glaubt, dass die Israeliten nicht vor 450 v. Chr. existierten. Damals gehörte Jerusalem zum Persischen Reich. Die Leute, die von Babel herkamen, um den ersten Tempel zu errichten, waren Syrer, Philister, Phönizier und Judäer. «Es ist absolut unmöglich» behauptet der Akademiker, «dass Saul, David und Salomon, die in der Bibel als König beschrieben werden, existiert haben.» Thompsons Theorien schließen sich mittlerweile sogar seriöse Archäologen an.Vor einigen Jahren rühmte Jonathan Tubb, der Experte für das Heilige Land im British Museum, Thompson's «enorme Gelehrsamkeit» und sagte: «Er mag mit vielen Argumentationen Recht haben. Er hat sehr sorgfältig recherchiert und hat den Mut, das zu sagen, was viele von uns schon lange denken aber nicht zu sagen wagen.» Schwer zu glauben, aber dieser Mann, der den Titel eines Professors für Alttestamentarische Studien trägt, weigert sich, sein wichtigstes Beweisstück - die Bibel - anzuerkennen. Er besteht darauf, handfeste, fühlbare Beweise zu erhalten, materielle Zeugen - und wenn er diese nicht findet, will er alle Schriften als Fiktion abtun.Sein neustes Buch - The Bible In History - beleidigt nicht nur die Juden, sondern auch die Moslems und die Christen. Das British Museum mag diese Gelehrsamkeit als «enorm» bezeichnen. Ich nenne sie gefährlich und unverantwortlich.Wissenschaftler diverser Wissensgebiete lehnen sich gegen Thompsons Ideen auf. Archäologen, Biologen und sogar Genetiker wollen beweisen, dass die jüdische Geschichte den Tatsachen entspricht.David Rohl, Autor von «Legend: The Genesis of Civilisation», hat während zehn Jahren nach dem Garten Eden gesucht. Er ist überzeugt, dass die Bücher Moses' als echte Geschichtsbücher gelten dürfen. Nach Recherchen in der British Library hat er die vier Flüsse aus Genesis 2:10-14 identifiziert:Euphrat (Perath) und Tigris wurden schnell gefunden, Gichon wurde erst kürzlich als der Aras-Fluss aus der Türkei identifiziert, und der Pischon könnte laut Rohl der Kezel Uzun sein, der von den Höhen Kurdistans in den südlichen kaspischen Raum fließt.In der Manier eines Indiana Jones begab sich Rohl an das Ufer des nordiranischen Sees Urmia. Ein Berg aus rotem Ocker überragt die Obstgärten und Weinberge des Tabriz-Tals &endash; und «Adam» bedeutet «der aus roter Erde geschaffene Mann».Tabriz ist ein städtisches Ödland - «Es ist das verlorene Pradies», sagt Rohl, «durch den Menschen zerstört». Aber man kann sehen, wie es einst aussah. Die Weinberge und Äcker des Tals tragen Unmengen Früchte, genau wie es in der Genesis steht.»Noahs Sintflut lässt sich ebenfalls nachweisen. Die Ozeanographen Walter Pitman und William Ryan vom Lamont-Doherty-Observatorium im Staat News York behaupten, dass das Schwarze Meer durch eine Katastrophe entstand, die sich vor cirka 7500 Jahren ereignete. Durch eine Analyse der Sedimente haben sie errechnet, dass das Mittelmeer infolge Erhöhung des Meeresspiegels durch das Schmelzen der Eiskappen landwirtschaftlich genutztes Land überschwemmte.Täglich ergoss sich die Wassermenge von 200 Niagarafällen durch eine Enge und zwang die Landwirte, in Europa Zuflucht zu suchen. In allen Kulturen des Mittleren und Nahen Ostens, in den Legenden der Juden, Moslems, in der Mythologie Mesopotamiens und Griechenlands wird von einer großen Überschwemmung und einer Arche berichtet.Dr. John Marr, ehemaliger Chef-Epidemiologe aus New York - ein moderner Seuchenbeobachter - hat die mögliche Wirkung der zehn Plagen sich auf Ägypten gezeigt und erklärt, wie jede Einzelne von einer anderen hätte ausgelöst werden können. Wenn der Nil mit Dinoflagellaten infiziert würde, würden die Fische verbluten, in einem blutigen Fluss verenden. Kröten würden sich aus dem Wasser retten (die 2. Plage) und Fliegen würden sich vermehren (die 4. Plage). Läuse würden das Vieh befallen (3. und 5.) und Blutgeschwüre würden als Folge von Fliegenstichen bei Mensch und Vieh ausbrechen (6.). Die Fliegen könnten sogar die dreitägige Dunkelheit verursacht haben, indem sie die vorübergehende Blindheit des Roft Valley Fiebers auslösten (9.) Fügen Sie der Vollständigkeit halber Hagel und Heuschrecken (7. und 8.) hinzu, und geben Sie den ältesten Söhnen die doppelten Zuteilungen des Korns zu essen, angesteckt mit tödlichen Mykotoxinen (Plage Nr. 10), und Sie haben einen vollerblühten biblischen Unfall.Der Neurobiologe Steven Rose, Professor für Biologie und Direktor der Brain and Behaviour Research Group an der Open University in Milton Keynes bei London, schrieb in einer Einführung zum biblischen Buch Genesis, dass die moderne Anthropologie und Archäologie sich auf zumindest eine Tatsache einigen könnten, d.h. dass alle Menschen von einer weiblichen Urahnin abstammten: Eva. Sogar unsere Gene beweisen die Wahrheit der biblischen Geschichte. Als David Goldstein, Lektor in Entwicklungsbiologie an der Oxford Universität, an 306 jüdischen Männern eine genetische Studie durchführte, entdeckte er, dass alle «Cohen» (Kahn, Kahane, usw.) von einem Mann abstammten, der vor 2000 bis 3000 Jahren lebte. Ihre Y-Chromosomen - einer der wichtigsten Teile ihres genetischen Erbgutes - hatten lebenswichtige Eigenschaften gemeinsam, die bei anderen Männern nicht vorhanden waren.War dieser gemeinsame Ahne Aaron, Moses' Bruder, wie es seit Tausenden Jahren in der jüdischen Tradition heißt? Natürlich nicht. Machen Sie sich nicht lächerlich. Moses hat nie existiert. Ein Professor aus Kopenhagen ist diesbezüglich absolut kategorisch.

 

 

Sept./Okt. 2002 - Wendezeit 5/02

Waren es Mondbewohner?

Senator John Glenn, der erste amerikanische Astronaut, der die Erde im All umflog und dies später mit dem Shuttle wiederholte, sah - und fotografierte - angeblich ein zigarrenförmiges UFO anlässlich des ersten Mercury Flugs im Februar 1962 (s. Abb.).Dieses und weitere Bilder und Kommentare von amerikanischen Astronauten können auf der Website http:// www.anomalous-images.com/ astroufo.html gesehen werden.Die Bilder reichen von winzigen Lichtern, die angeblich von Ed White - dem ersten Mann, der einen Raumspaziergang durchführte - «eingefangen» wurden, bis zu orangeroten unidentifizierten Blöcken, die während der Gemini-11-Mission am 13. September 1966 «fotografiert» wurden.Es wurden auch Abschriften wieder veröffentlicht, darunter eine von einem Funkgespräch zwischen Neil Armstrong, dem ersten Mann auf dem Mond, und die NASA-Bodenstation in Houston, die 1969 anscheinend von einem VHF Radiosender aufgezeichnet wurde. NASA: «Was gibt es? Mission Control ruft Apollo 11…»Apollo 11: «Diese Babies? sind sehr groß! Enorm! OH MEIN GOTT! Sie würden es nicht glauben! Ich sage Ihnen: Es gibt andere Raumfahrzeuge dort oben, aneinandergereiht auf der anderen Seite des Kraters! Sie sind auf dem Mond und beobachten uns!»Und später, an einem NASA-Symposium, interviewte ein nicht namentlich bekannter Professor den Astronauten Armstrong:Professor: «Was geschah wirklich dort oben mit Apollo 11?»Armstrong: «Es war unglaublich; selbstverständlich hatten wir immer gewusst, dass es diese Möglichkeit geben könnte. Tatsächlich wurden wir sogar vorgewarnt (durch die Außerirdischen). Es ging um eine Raumstation oder eine Mondstadt.»Professor: «Was meinen Sie mit 'vorgewarnt'?»Armstrong: «Ich kann keine Details geben aber Ihnen versichern, dass die Raumschiffe den unseren bezüglich Größe und Technologie weit überlegen waren. Junge, waren sie groß! … und bedrohlich! Dort gibt es zweifelsfrei eine Raumstation.»Kann irgend etwas davon zutreffen? Ich habe mit Captain Edgar Mitchell von Apollo 14 - der an ernsthaften parapsychologischen Untersuchungen stark interessiert ist - gesprochen. Sein Urteil: «Reine Erfindung!»Er fragte mich: «Warum würde sich jemand derart Mühe geben, um solche Geschichten zu erfinden? Ich habe diese bestimmte Geschichte noch nie gehört, aber sie ist eine Erfindung. Wir - die anderen Astronauten und ich - haben von solchen Möglichkeiten gesprochen, aber diese bestimmten Aussagen sind erfunden. Wir wissen genau, was los ist, und diese Behauptungen stimmen nicht.»Ich kenne und bewundere Ed Mitchell seit langem. Seine Worte werfen für mich eine große Frage auf: Warum würde sich jemand derart Mühe geben, um solche Geschichten zu erfinden?

 

Juli/August 2002 - Wendezeit 4/02

Zurück an den Absender

Wenn die Worte oder Taten anderer Menschen die Macht besitzen, Sie zu verletzen oder zu verärgern, schützen Sie sich gegen diese unangenehmen Emotionen am zuverlässigsten, indem Sie sie durch die Kraft des Geistes behutsam zurückweisen. Gelingt es Ihnen, sich von dieser Last zu befreien, wird auch die in ihr enthaltene negative Energie Sie verlassen. Sie werden fühlen, wie sich Ihre Stimmung hebt.Stellen Sie sich vor, der Inhalt eines Briefes hätte Sie tief in Kummer und Elend gestürzt. Sie lesen den Brief nochmals, da Sie nicht glauben wollen, dass er die Macht besitzt, Ihnen solch gewaltigen emotionalen Schmerz zuzufügen. Ich würde Ihnen empfehlen, ihn in den Briefumschlag zu stecken und ohne erklärende Anmerkung an den Absender zurückzuschicken. Diese Tat allein genügt. Der Briefschreiber weiß, was vor sich geht. Wer seinen Füller verwendete, um Gift zu verteilen, wird seine Worte wiedersehen und erkennen, dass ihre boshafte Macht gebrochen ist.Mit der Kraft Ihres Geistes können Sie Menschen, die Ihnen Schmerz oder Schaden zufügen wollen, weit von sich weisen. All die gegen Sie gerichteten bösen Gedanken und die Wut werden sich auflösen. Stellen Sie sich vor, Sie fassen Ihren Schmerz und Ihre Verletztheit zu einem Bündel zusammen, und schicken dieses unangenehme Päckchen mit der Kraft Ihres Geistes an den Absender zurück. Vergewissern Sie sich jedoch, dass Sie es mit positiven Gefühlen absenden.Der Kummer und das Elend drückten Sie nieder, zehrten an Ihren Kräften und drohten, Sie zu überwältigen. Indem Sie diese Last zurückschicken, können Sie Ihren Feind durch mitfühlendere Augen betrachten und folglich Mitleid, Verständnis und vielleicht sogar Liebe für ihn empfinden.

Uri Geller

mit Lulu Appleton

Gesundheit aus dem Kopf

Stärken Sie Körper und Psyche mit der Kraft Ihres GeistesWir alle wissen, wie Körper und Seele einander beeinflussen, aber die wenigsten von uns sind in der Lage, mit diesem Potential auch umzugehen.Uri Geller nimmt uns mit auf eine unvergessliche Reise in unser Innerstes und zeigt, wie wir unsere geistigen Kräfte aktiv für unsere Gesundheit nutzen können.Jeder von uns trägt die Fähigkeit zur Selbstheilung in sich. Uri hilft uns, unsere Heilkräfte zu erschließen, und demonstriert, wie die Seele dem Körper Lebensbotschaften zum Wohlbefinden übermitteln kann.Uri Geller verbindet überliefertes Wissen mit moderner Medizin und schöpft so aus alten und neuen Weisheiten der ganzen Welt, um die bestmöglichen Heilmethoden zu finden.Erforschen Sie Ihr Selbst und finden Sie Ihren persönlichen Pfad zu einem vollkommenen Gleichgewicht zwischen Körper und Geist &endash; dem Schlüssel zu einer guten und beständigen Gesundheit!Dieses Buch, das vor zwei Jahren im Club Premiere bei Bertelsmann erschienen ist, ist im Handel nicht mehr erhältlich. Es ist uns gelungen, einen Restbestand aufzufinden. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!.Im Handel weiterhin erhältlich sind Ausgaben in Englisch (wieder ab Dezember), Holländisch, Slovenisch, Ungarisch, Japanisch, Griechisch, Portugiesisch und Spanisch.

 

 

Mai/Juni 2002 - Wendezeit 3/02

Nahrung für den Geist

Neues Leben für alte GewohnheitenDie alten Technologien kommen zurück. Radio, Telegramme, als Fortsetzungsfolge veröffentlichte Geschichten - alle beeinflussen mein Leben.Nein, ich werde nicht einfach rückständig. Ich liebe das Neue. Aber diese alten Lieblinge werden heute in digitaler Form geliefert, in handlichem Format, und ich hatte vergessen, wie angenehm sie waren.Als ich als junger Mann in Israel lebte liebte ich es, im Langwellen-Radio Sendungen von überall her auf der Welt zuzuhören. Ein Freund besaß eine drahtlose Anlage mit einer Antenne, die zweimal so hoch wie das Haus war, und wir konnten Stationen wie Voice of America und ihre russische Propaganda-Schwesterstation empfangen, und manchmal stolperten wir über Sendungen aus Afrika oder Osteuropa.Diese Woche habe ich bei www.real.com Tunersoftware heruntergeladen, die mir sofortigen Zugriff auf 2700 Radiostationen auf der ganzen Welt gewährt. Der empfindliche Vorwahlknopf wurde durch einen Mauspfeil und ein Klicken ersetzt. Ich wähle die Landkarte irgend eines Landes und entscheide mich für einen beliebigen Sender auf der aufspringenden Liste. Innerhalb von 5 Sekunden höre ich die Sendung.Mein Lieblingssender ist die Antarctia's Anetstation, die coolen Gitarrensound aus dem ewigen Eis in den Aether verbreitet. Die Tonqualität ist gut, obwohl ich das Signal manchmal für einige Augenblicke verliere.Meine Schallplattensammlung wird auf mp3 überspielt und ich kann alte, abgenützte Scheiben genau so einfach abspielen wie CDs, und ohne das Risiko einer weiteren Abnützung des Vinyls. Ich schließe meinen Plattenspieler und meinen Verstärker an meinen Computer, stelle die mp3-Software auf „speichern" - und das ist bereits alles. Eine Langspielplatte benützt ca. 40 MB auf der Harddisk.Ich habe angefangen, von meinem Handy aus Botschaften zu senden. Bis ich es selber versuchte, konnte ich keinen Sinn darin entdecken. Ich dachte, um eine Botschaft zu übermitteln, müsse man dies entweder telephonisch oder per E-Mail tun. Dann versuchte ich es mit „Texten" und realisierte, dass die Worte augenblicklich übertragen wurden. Das Telephonieren kann umständlich sein und vor lauter Smalltalk vergisst man oft die eigentliche Botschaft. Aber Text ist unverschlüsselt: „Flug verspätet. Ankunft 18 Uhr."Es ist wie ein Telegramm, das mit einem Minimum an Worten das Wichtigste sagt. Wie jedes Hilfsmittel, das den Geist auf das Wesentliche ausrichtet, hilft mir das „Texten", klar zu denken.Aber meine eigentliche Obsession ist im Moment wirklich die alte Technologie - die Technik des 19. Jahrhunderts, ein Buch in wöchentlichen Folgen zu veröffentlichen. Heute werden Geschichten per E-Mail als Fortsetzungsfolge vertrieben. Mein letzter Roman, Nobody's Child, eine Geschichte über eine Fernsehschow mit einem Baby als ersten Preis, wird per E-Mail verbreitet. Das Programmieren der Datenbank mag eine Kopfschmerzen auslösende Quälerei gewesen sein, aber zum Preis von wenigen Cents pro Folge glaube ich, dass Geschichten, die vom Schriftsteller direkt an seine Leser geliefert werden, das Verlegen revolutionieren werden.

 

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Maerz/April 02 - Wendezeit 2/02

Sind Sie intuitiv?

Trainieren Sie Ihre telepathischen TalenteSie können Ihren 6. Sinn üben und gleichzeitig viel Spaß mit Gedankenübertragung haben. Der erste Schritt zum Gedankenlesen ist zu lernen, jemandes körperliche Anwesenheit zu erspüren. Schließen Sie Ihre Augen, strecken Sie Ihre Hand aus und bitten Sie Ihren Partner, mit der Fingerspitze ein Quadrat, ein Kreuz oder einen Kreis ca. 2 cm über Ihrer geöffneten Hand in die Luft zu schreiben. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie auf Ihrer Handfläche spüren. Ein Prickeln, warm und elektrisch, ist in der empfindlichen Haut spürbar. Das Prickeln nimmt schnell Form an... als Quadrat, Kreuz oder Kreis. Mit zunehmender Erfahrung versuchen Sie, die Form zu erfassen wenn Ihr Partner, statt sie zu zeichnen, nur an sie denkt. Versuchen Sie Ihre Fähigkeit mit Psychometrie. Bitten Sie einen Freund, Ihnen einen Gegenstand mit einer persönlichen Geschichte zu geben - eine Geschichte, von der Sie nichts wissen. Ein Buch, ein Schmuckstück, ein Küchenwerkzeug - was auch immer es ist, halten Sie es und stellen Sie sich vor, was seine Geheimnisse sein könnten. Diese sogenannte Psychometrie kann viel Spaß bereiten. Jene, die zuerst darüber lachen, werden bald staunen, wie genau die Informationen sind, die vermeintlich ihrer Fantasie entspringen. Das Unglaublichste ist, dass oft Anfänger-Psychometristen ganz besonders genaue Informationen liefern. Dabei handelt es sich mehr als Anfängerglück - Psi-Fähigkeiten äußern sich besonders gut bei jenen, die nicht zu verbissen versuchen - bei Leuten, die einfach Spaß haben.

 

Juni/Juli 2001 - Nr. 4/01

Tarnung durch Gedankenkraft?

Eines der eigenartigsten Naturphänomene ist der sogenannte Mimetismus der Pflanzen und Tiere; dieser erlaubt ihnen, sich zu tarnen, um feindliche Raubtiere zu täuschen. Es gibt Käfer, die genau wie Baumrinde aussehen, Seepferdchen, die vortäuschen, Algen zu sein, oder die Gottesanbeterin, die praktisch unsichtbar wird, wenn sie sich in der richtigen Pflanze versteckt.Schmetterlinge sind Meister der Tarnung. Einige sehen genau gleich aus wie Blätter eines Baumes - und nicht nur das: Wenn die Blätter im Herbst dunkler und fleckig werden, machen es ihnen die Schmetterlinge nach. Wenn die Blätter fallen, flattern die Schmetterlinge umher und sehen fallendem Laub täuschend ähnlich.Insekten einer Art können solche einer anderen Art nachahmen, die gegen Angriffe bestimmter Räuber gefeit sind. Motten z.B. tarnen sich als Bienen oder Wespen - eine besonders clevere Mottenart kann sich sogar als Vogeldreck ausgeben.Sogar Blumen können Tarnungskünstler sein, obwohl sie, soweit wir zu wissen glauben, kein Gehirn besitzen und folglich nicht denken können. Diejenigen, die keinen Nektar produzieren, imitieren solche, die welchen haben, um Bestäuber anzulocken. Es gibt sogar eine Orchideenart, die männliche Bienen davon überzeugen kann, sie sei eine weibliche Biene.Es war das Studium solcher Phänomene das Alfred Russel Wallace half, seinen Anteil an der Theorie der natürlichen Auswahl zu leisten, die er und Charles Darwin 1858 zusammen vorstellten, nachdem sie jeder von ihnen für sich erarbeitet hatte. Gemäß dieser Theorie, die von vielen heute als ehernes Gesetz betrachtet wird, entwickeln sich alle Arten, indem sie sich an ihre Umgebung anpassen. Die am besten ausgerüsteten Exemplare einer Spezies vermehren sich immer mehr und werden mit jeder Generation zahlreicher; gemäß dieser Theorie überleben nur die Stärksten.Sogar Wallace wäre von dem Insekten der Familie Laternaria (die südamerikanische Laternenträger-Zikade) überrascht gewesen. Sie wurde erstmals 1913, einige Jahre nach seinem Tod, in den Protokollen der Royal Entomological Society beschrieben, im Beitrag Das erschreckende Aussehen der Laternaria - gestützt auf die hervorstechendsten Eigenschaften des Alligators.Die Zikade ist wirklich Furcht einflößend, obwohl sie höchstens bis 9 cm lang ist. Ein Auswuchs auf ihrem Kopf lässt sie auf geradezu unheimliche Weise einem Alligator gleichen. Sie besitzt ein Paar falscher Augen, die sogar weiße Punkte aufweisen, als wären sie Lichtreflexionen, und ihre lange, künstliche Schnauze ist scheinbar leicht geöffnet und entblößt eine Reihe bedrohlicher „Zähne". Mit dieser Schrecktracht gelingt es ihr, Vögel oder Echsen für einen kurzen Moment zu irritieren und das Zuschnappen herauszuzögern. Zeit für die Flucht der Zikade.In diesem Zusammenhang kann man sich fragen, wie eine Tierart so „dumm" sein kann, dass es ein Insekt mit einem anderen verwechselt, während eine andere Tierart so „intelligent" ist, dass sie, um ihre eigenen Feinde - die Vögel - zu täuschen, deren Feinde nachahmt? Das scheint mir die Theorie der natürlichen Selektion doch etwas weit zu treiben.Sollen wir wirklich glauben, dass dieses realistische Mini-Monster sich im Verlauf mehrerer Generationen selbst einer „natürlichen Auswahl" unterzog, um dem großen, Vogel fressenden Geschöpf im Fluss zu gleichen? Heutzutage ist es modern, alle Entwicklungen zufälligen Mutationen der Gene zuzuschreiben, die schließlich ein Design produzieren, das die Überlebensaussichten verbessert. Dies erscheint uns plausibel, weil wir uns ja heute viel besser mit Genen auskennen als Wallace und Darwin im Jahre 1858, aber es steckt noch mehr dahinter. Wenn man darüber nachdenkt, ist es ziemlich verwirrend. Das würde bedeuten, dass biologisches Wachstum durch reine Information beeinflusst werden kann: Die visuelle Vorstellung eines Alligators war alles, was die Laternenfliege brauchte, um schließlich wie ein solches auszusehen.Eine wichtige Lektion, die man aus all dieser Tiermagie ziehen kann ist, dass auch wir unseren Körper durch Informationen verändern können - nicht unbedingt in diesem dramatischen Ausmaß. Was passiert, wenn ein kranker Mensch hypnotisch beeinflusst und danach geheilt wird, ohne ein Medikament erhalten zu haben? Ein diesbezüglich äußerst spektakulärer Fall war der eines Jungen, der an Ichthyosis oder Schuppenkrankheit litt und nach nur einer einzigen Hypnosesitzung zumindest teilweise geheilt war.Wallace, der ein prominentes Mitglied der Society for Psychical Research SPR war, schrieb einmal:. „Es scheint kein unwahrscheinlicher Schluss zu sein, dass alle Kraft reine Geisteskraft ist". Das Tierreich scheint dies bereits zu wissen - höchste Zeit für uns, es ebenfalls zu erkennen.

 

Dezember 2000/Januar 2001 - Nr. 1/01

… heute nennen wir sie Aliens

Moses bat einmal, Gottes Angesicht zu sehen. Gott hob den Rand seines Mantels an - mehr als das hätte Moses' Tod bedeutet.Ich glaube, dass intelligente Wesen zwischen Gott und den Menschen eingreifen. Früher sagte man ihnen Engel. Heute nennen wir sie Aliens. Ich spüre jeden Tag ihre Energie. Wie ich in meinem Roman „Ella" schrieb, spüre ich sie hinter jedem Wort.Wir brennen darauf, sie kennen zu lernen, ihre fremden Gesichter zu sehen. An ihrer Stelle werden uns Kornkreise gegeben, verbogene Teelöffel, der Bibel-Code, UFOs, die Macht des Gebets, Ahnungen und Vorauswissen, geistiges Heilen, haarsträubende Zufälle und tägliche Synchronizitäten.Alle dies sind Einblicke unter den Rand der Engel-Mäntel. 

Oktober/November 2000 - Nr. 6/00

Spüren Sie die Kraft online

Das Internet beginnt, unsere Sinne herauszufordern. Machen Sie sich gefasst auf ein starkes Spiel. Sie haben im Web gesurft; jetzt müssen Sie es streicheln, dehnen, drücken und schütteln. Seien Sie bereit für eine Technologie des kraftvollen Feedbacks.Es ist eine NASA-Technologie, die an der Stanford-Universität entwickelt wurde, um Flugsimulatoren realistischer zu machen. Kraftfeedback (engl. Force Feedback = FF) gibt einem Computer die Möglichkeit, mehr als nur Grafiken darzustellen und Geräusche zu erzeugen. FF überträgt Empfindungen.Microsoft produziert bereits FF-Steuerknüppel und -räder - jetzt hat Immersion Corporation in San Jose, Kalifornien, sich der Maus angenommen und sie geändert. Die Mausmatte wird direkt mit der Maus verkabelt und steuert sie über zwei Motoren, die Bewegungsbefehle zu einem Chip in ihrem Innern schicken.Wenn die Maus den Cursor über einer Website verschiebt, reagiert er auf die Signale, die in das Layout programmiert worden sind. Führen Sie den Cursor über die Graphik von einem Kieselstein auf einem Strand, schütteln die Motoren die Maus in Ihrer Handfläche. Sie spüren das Relief und die Glattheit jedes Steins. Klicken Sie einen an ein und heben Sie auf, und die Maus liegt schwer in Ihrer Hand.Auf Shopping-Sites simuliert FF die Textur von Seide oder Wolle, wenn Sie sich Kleider ansehen, oder generiert eine kraftvolle Vibration wie beim Starten eines Jaguar-Motors. Auf Weiterbildungs-Sites sind Sie in der Lage, die Densität verschiedener Gase zu spüren, auf anderen, Ihre Finger in die Grafik eines Kuchens zu stoßen. Auf Tier-Sites können Sie sogar eine Katze streicheln.In ihren Infos auf www.FEELtheWEB.com erklärt Immersion: „Gefühl ist, was unseren Alltag natürlich, intuitiv und erfüllend gestaltet."Ich liebe diese Idee, weil sie Konventionen über den Haufen wirft. Für uns sind Bildschirme nur Objekte zum Anschauen. Wir sehen fern, wir starren auf die Cinemascope-Leinwand, wir schauen gebannt auf unseren Computermonitor. Dank FF werden die Web-Entwerfer Informationen auf total neue Art vermitteln können.Die erste FF-Maus soll im Herbst zum Preis von $ 99.- in den Handel kommen. Zu Beginn wird sie sich eher eigenartig anfühlen, vielleicht wie ein Joghurt, das überhaupt nicht nach den Früchten auf seiner Verpackung schmeckt. Wir werden unsere Entdeckungsreisen auf breiartigen, lauen, etwas klebrigen Sites machen müssen.Blinde und stark sehbehinderte Leute werden diese Technologie begrüßen - sie könnte der größte Fortschritt überhaupt sein, der je auf dem Gebiet der Computertechnik für Leute mit Sichtproblemen realisiert wurde.Aber Spielentwerfer werden diese Technologie am meisten lieben. Bald dürfte es einen Hitzegenerator in Ihrer Maus geben, oder möglicherweise ein Elektrodenpaar, das Ihnen elektrische Schläge verpasst, oder Motoren, die stark genug sind, um Ihr Handgelenk zu verstauchen. Machen Sie sich auf Spiele gefasst, die wirklich zurückschlagen.

 

August/September 2000 - Nr. 5/00

Was sich alles hinter einem Namen versteckt...

In Zukunft werden wir von Geburt auf
mit einer Cyberspaceidentität versehen werden

Ich habe meine drei ersten Namen nicht selbst gewählt. Der ursprüngliche, Uri, bedeutet „Licht" auf Hebräisch. Ich mag ihn und er gefällt mir, wenn englischsprachige Leute ihn korrekterweise „Oori" aussprechen und nicht „Yuri".Auf Zypern, nach der Scheidung meiner Eltern, nannten mich die Schwestern des katholischen Internats „George". Das war zwar sonderbar, aber vermutlich nicht sonderbarer als die Tatsache, dass ich als israelischer Jude an einer katholischen Schule lernte. Ich kümmerte mich nicht um den Namen, den sie mir gaben, und konzentrierte mich aufs Basketballspielen. Heute noch schreiben aber meine griechischen Verleger „Georgi Geller" auf meinen Buchumschlägen.Mein dritter Name lautete 103707,2671@compuserve.com und er wurde mir von meinem Internet-Provider vor ungefähr 5 Jahren besorgt. Es gelang mir nie, ihn zu memorisieren, und glücklicherweise kannte ich auch niemandem, dem ich ein E-Mail hätte senden können. Dieses Jahr hörte ich aber auf, eine Nummer zu sein und wurde ein freier Mann - Sie können mir an urigeller@peoplesnet.net, urigeller@csi.com und an weiteren vier oder fünf Mailadressen Hallo schreiben. Sie erreichen mich auch bei Hotmail, Bigfoot und Mail.USA, denn mit allen freien Adressen habe ich nie Probleme, mich von irgendeinem Punkt unseres Planeten „einzuloggen". Und sogar mein mobiles Telephon hat einen E-Mail-Namen: n0014731@n9110.eunettravel.comIch brauche ein Adressbuch, nur um mich an alle meine Identitäten in den unterschiedlichen Zonen des Cyberspaces zu erinnern.Das wird sich bald ändern. Professor Alex Pentland, Leiter des Medien-Labors am Massachusetts Institute of Technology, plant, innerhalb von 5 Jahren Kleider mit integriertem Laptop, Mobiltelefon und Videokamera herzustellen. „Das Meiste, an dem wir zur Zeit arbeiten, wird in die Wäsche geworfen werden können wenn man Kaffee darauf verschüttet, oder Nahrungsmittel, Sand, usw.", sagt er. Und wenn dies nach unmöglicher Science-Fiction tönt: „vor hundert Jahren galt das Tragen einer Uhr als futuristisch".Wenn alle meine Verbindungsmöglichkeiten in meine Unterwäsche eingebaut sein werden, werde ich keinen Spickzettel für Namen mehr brauchen. Ich werde sogar meine IDs reduzieren müssen, um die Technologie leichtgewichtig zu behalten. Ich werde eine Allzweckbezeichnung benötigen, die jeder Chip erkennen kann, etwas so einfach wie... ich weiß nicht... vielleicht „Uri Geller"?Unsere Identifikationsmöglichkeit wird sich nicht auf unsere Kleidung begrenzen. Innerhalb von zehn Jahren wird den Säuglingen ein Chip eingepflanzt werden, der Auskünfte über ihre DNS, über mögliche genetische Fehler, Allergien, ihre Blutgruppe und über ihre Familienabstammung enthält. Lebenslange E-Mail-Adressen werden Jedem schon bei der Geburt zugeteilt.Anstatt ihre Neugeborenen Hans oder Sofie zu nennen werden die Eltern des 21. Jahrhunderts einmalige E-Mail-IDs auszuwählen haben. Logischerweise wird man zur Identifizierung der Familie das neue Suffix .fam erstellen.Dann endlich werde ich in der Lage sein, alle Kauderwelschcodes zu vergessen und an mich als uri@geller.fam zu denken.

Wendezeit

Uri Geller



Juni/Juli 2000 - Nr. 4/00

Wie das Beten die Heilung unterstützen kann

Folgende fünf Worte zählen zu den stärksten der hebräischen Sprache: „EL-Na-refah-Na-La" - „Bitte heile sie Gott, bitte." Sie besitzen den Rhythmus und den Reim eines Mantras, eines in Meditation gesungenen Gebets, und sind tief aussagefähig. Dieses Mantra kann ein Gebet für eine Frau, eine Nation oder für Mutter Erde sein. Und weil sie erstmals durch Moses ausgesprochen wurden, symbolisieren sie das jüdische Ideal des Heilens durch Gebet - ein Ideal, das fast vollständig in Vergessenheit geraten war. Aber in Amerika ist es an der Schwelle des neuen Millenniums wiederbelebt worden.Es entstehen immer mehr jüdische Gebetsgruppen, um den Kranken Hoffnung zu geben und ihnen zu helfen, die Energie des Verstandes und der Seele zu erschließen. Moses sprach sein Gebet, EL-Na-refah-Na-La, für seine Schwester Miriam. Sie war an Lepra erkrankt, weil sie Moses kritisiert hatte, als er eine Schwarze zur Frau genommen hatte. Die Lepra bedeckte Miriams Haut mit schneeweißen Flecken, als mache Gott sich über sie lustig. Moses betete und die Hautveränderungen verschwanden. Eine solche erfolgreiche Geschichte und ein solch einfaches Gebet konnten kaum vergessen werden, aber für viele Jahre wurden sie ignoriert.Jetzt führen in mindestens 25 Städten der USA Rabbiner jeden Monat, ja sogar jede Woche, in Versammlungen ein Gebetsritual für Kranke und Sterbende durch. Diese Bewegung wird ernst genommen: Als an der New Yorker Universität ein Wochenseminar über die akademische Erforschung der Quellen des Heilens innerhalb des Judentums durchgeführt wurde, nahmen 200 Rabbiner daran teil.In New York und San Francisco sind zwei jüdische Heilzentren eingerichtet worden. Die Gründer mussten zuerst gegen erheblichen Widerstand kämpfen, weil die jüdischen Gemeindemitglieder - so Rabbiner Cowan - „normalerweise sehr rational denken und alles unter Kontrolle haben wollen". Jeder sage „Oh, das tönt nach Sekten, das tönt nach New-Age, das klingt christlich - heilen ist kein jüdisches Wort'. „, Rabbiner Simkha Weintraub, der während drei Jahren im New Yorker Gebetszentrum arbeitete, erinnert sich: „Als ich diese Worte zum ersten Mal hörte, störten sie mich; sie tönten so eigenartig. Ich dachte: ‚Moment mal, wer braucht denn sowas? Wir haben während Jahrtausenden kein Heilungszentrum gebraucht - aber später war ich erstaunt, dass wir nicht früher auf eine solche Idee gekommen waren."Das kalifornische Zentrum hat durch seine Geisthilfegruppen, heilenden Dienstleistungen, allgemeinen Vorträge, Ausbildungsprogramme usw. eine enorme Popularität erzielt und unterhält enge Beziehungen mit dem medizinischen Netzwerk.Die Wiederentdeckung des Gebets wird auch durch die herkömmliche Medizin als nützlich anerkannt. Dr. Dale Matthews, vom Georgetown University Medical Centre, ist überzeugt, dass Gebete seinen Patienten gleichviel helfen wie seine medizinischen Verordnungen.Dr David Larson, Leiter des National Institute for Healthcare Research, verlangt eine umfassende Studie der Statistiken, die darauf hinzuweisen scheinen dass Leute, die regelmäßig beten, eine bessere Gesundheit aufweisen und eine längere Lebensdauer haben als ihre atheistischen Nachbarn. Dr Thomas Oxman, ein Psychiater an der medizinischen Schule Dartmouth in New-Hampshire, hat 230 ältere Leute unmittelbar vor Operationen am offenen Herzen interviewt. Sechs Monate später waren 10 Prozent von ihnen tot, aber alle 37, die sich als „ tief religiös „ bezeichnet hatten, hatten überlebt.Der Psychologe Richard Friedman, Forschungsleiter am Medizinischen Institut Mind/Body der Universität Harvard in Boston, glaubt, dass ein sich wiederholendes Singen das Nervensystem beruhigt und die Gesundheit fördert. Sein Kollege Gregg Jacobs hat Computergehirnscans verwendet, um 20 Meditierende zu studieren und glaubt, dass sogar erstmaliges Mantra-Singen eine tiefe Entspannung bewirken kann. „Das Mantra-Singen beruhigt die Aktivität der frontalen Gehirnbereiche. Diese Stirnbereiche regulieren die emotionale Selbstkontrolle und koordinieren die Aktivitäten des limbischen Systems, Sitz der emotionalen Erfahrungen einer Person."Diese medizinische Erklärung zeigt, wie das Gebet den Gläubigen selbst heilen kann. Es versucht jedoch nicht zu erklären, wie diese heilende Energie von einer Person auf Andere übertragen werden kann.Sie gibt uns Menschen des 21. Jahrhunderts aber einen Einblick in ein 5000 Jahre altes Geheimnis - und fügt jenen Worten „EL-Na-refah-Na-La" sogar mehr Energie zu.


Wendezeit

April/Mai 2000, Nr. 3/00

Lilith - Adams erste Frau meldet sich zurück

Als meine Kinder noch Babies waren sagte mir meine Mutter, ich solle, wenn sie je einmal im Schlaf lachen sollten, ihnen mit dem Zeigefinger über die Lippen streichen. Es könnte sein, dass sie im Traum auf Liliths Lächeln reagieren - und Liliths Lächeln ist der Tod. Ins Kinderzimmer hängten wir auch Amulette mit den Gesichtern von Adam und Eva, den Namen der Engel Senoy, Sansenoy und Semangelof und dem Befehl: „Lilith, raus!".Lilith war Adams erste Frau. Sie war auch die erste Göttin, die Muttergöttin, die von den alten Stämmen verehrt wurde, bevor ein männlicher Gott als einziger Schöpfer proklamiert wurde.Sie abzusetzen bedingte, sie gleichzeitig zu verteufeln, und die alten Hebräerpriester predigten, Lilith sei der Kern allen Übels.Sie war die Schlange, die Eva in Versuchung führte, sie war die Mutter aller Dämonen, sie war die Harpie, die sich auf schlafende Männer legte und ihren Samen stahl, sie war ein Vampir und eine Menschenfresserin und sie war mit dem Teufel höchstpersönlich wiederverheiratet.„Lil" bedeutet auf Sumerisch „Luft" oder „Sturm". In der Astrologie ist die Lilith der unsichtbare Satellit der Erde, der Schwarze Mond (s. Bericht von Johannes M. Sorge „Der dunkle Mond" auf S. 13-15). In der christlichen Tradition wird sie gelegentlich Marie Luzifer genannt. Auf alten Gravuren wird sie als wunderschöne und anziehende Frau dargestellt, aber unterhalb ihrer Taille mit einem Schlangenkörper oder mit den Beinen einer Ziege. Man stellte sie auch als Reiterin auf einer feurigen Flamme dar.Ihre Geschichte wird wie folgt überliefert: Als Gott Adam schuf verwendete er reinen, roten Lehm, aber für die Frau nahm er eine Handvoll Schmutz und Unrat, behaupten die Priester. Doch ungeachtet ihres Ursprungs gibt es eine Tatsache, die nicht geleugnet werden kann: sie wurde im gleichen Zeitpunkt geschaffen wie Adam. Die Frau kam nicht an zweiter Stelle, und Lilith lehnte es ab, sich zu unterordnen. Sie war Adams Gleichgestellte in allem - Geschlechtsverkehr inklusive. „Warum sollte ich unter dir liegen, wo ich dir doch gleichwertig bin, da wir beide aus Staub geformt wurden?" fragte sie. Adam versuchte, sie zu überwältigen, aber indem sie schrie und Gottes magischen Namen aussprach, flüchtete sie.Die Verteufelung Liliths begann genau in jenem Augenblick. Sie war das Schlechte gemeinhin - nicht nur die Erdgöttin, die vor JHWH existierte, sondern die Frau, die es ablehnte, sich dem Mann zu unterwerfen.Es gab keine noch so schrecklichen Verbrechen, deren man sie nicht für fähig gehalten hätte. Neben dem Roten Meer, dessen Wasser die dämonischen Geister stärkte, soll sie sich mit Geistern vereinigt haben und täglich hundert Dämonen geboren haben.Die Frauenrechtsbewegung verbesserte Liliths Ansehen nicht. Nach Tausenden von Jahren bröckelte das Bild eines rein männlichen Gottes langsam ab, aber niemand schlug vor, die Waagschalen mit einer mächtigen Göttin auszugleichen. Die meisten Feministinnen, die aufhörten, an Gott den Vater zu glauben, glaubten an überhaupt keinen Gott mehr. Vor ungefähr 1300 Jahren flackerte ein Lilith-Kult für kurze Zeit auf. Doch seit damals haben sich nur besorgte Eltern an die Göttin erinnert, wenn sie ihren schlafenden Kindern das Lächeln wegwischten.Eine 1976 gegründete Zeitschrift, die heute noch erscheint, nannte sich Lilith. Ihr Zielpublikum waren unabhängige jüdische Frauen, aber ihre Verkaufszahlen waren nie besonders spektakulär. Auf jeden Fall war sie nie eine „Vogue".Sucht man aber in traditionellen Nachschlagewerken nach Lilith hat man Mühe, irgend etwas über sie zu finden. Das umfangreiche Lexikon der Mythologie von Larousse ignoriert sie, Brewer's Phrase and Fable bezeichnet sie abschätzig als legendäres Äquivalent eines buchhalterischen Bilanzierung, als eine erste Frau Adams, die von Theologen erfunden worden sei. Diese hätten nämlich festgestellt, dass in der Schöpfungsgeschichte gesagt wird, Gott habe Mann und Frau gleichzeitig erschaffen, ein Kapitel später aber werde erwähnt, dass Eva aus Adams Rippe geformt worden sei.Aber Lilith kehrt jetzt zurück. Das Aufblühen neuer Religionen hat ein weltweites Interesse am Heidentum hervorgerufen, an die Rückkehr zum alten Glauben und zur Mythologie.In der Rockmusik gibt es eine lockere Verbindung von Liedermacherinnen - unter ihnen Superstars wie Alanis Morrisette, Sheryl Crow und Susanne Vega -, die sich „Lilith Fair" nennen. Und auf dem Web entstehen virtuelle Altäre für die Göttin. Und so viele Juden möchten den vergessenen weiblichen Aspekt ihrer Religion wieder integrieren, dass ein jüdisch-heidnischer Webring geschaffen wurde, der mehr als ein Dutzend virtueller Tempel und online Bibliotheken vereinigt und den Eindruck einer neuen Kirchenbewegung erweckt.Plötzlich ist Lilith ein Superstar, der seinen Platz unter den großen Göttinnen der Geschichte - Diana, Selene, Hekate - einzunehmen gedenkt. Auf ihren Homepages findet man Gebete, Gedichte, Essays, ganze Bücher.Die Wiedergeburt einer mächtigen weiblichen Ikone nach einer der erfolgreichsten Schmutzkampagnen der Geschichte beinhaltet eine Botschaft für das neue Millennium: Eine religiöse Kultur kann sich erneuern. Die traditionelle Herrschaft des Mannes über die Frau wird die kommenden hundert Jahre nicht überleben, aber unser Glaube wird flexibel genug sein, um die neue Gleichstellung zu akzeptieren.Entfernen Sie die Amulette mit der Inschrift „Lilith, raus!" - Lilith ist „in".
Wendezeit

Feb./März 2000, Nr. 2/00

Geben Sie den Kindern Iraks Hoffnung

Im Irak fallen viele Kinder einer wahren Krebsepidemie zum Opfer. Unzählige Babies werden mit Missbildungen geboren. Uri Geller appelliert an die Vorsitzenden der Vereinten Nationen, das langsame Massaker von Zivilisten zu beenden und betont: „Saddam Hussein ist unser Feind; die Kinder sind es nicht".Als ich einige Monate alt war, zerschmetterte die Gewehrkugel eines britischen Scharfschützen das Fenster meiner elterlichen Wohnung in Tel Aviv und übersäte meine Wiege mit Glassplittern. Meine Erinnerung an die kalten Scherben auf meinem Gesicht, an die Schreie meiner Mutter und an meine eigenen mögen Bilder aus meinem Unterbewusstsein sein - aber ich habe hingegen eine sehr klare Erinnerung an meinen Vater, wie er mir Jahre später das von der Kugel hinterlassene Loch in der Wand zeigte.Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass der Kontakt mit dem Tod mich auf ewig zum Israeli gemacht hat. Obwohl ich in Zypern zur Schule geschickt, in Amerika berühmt und in Mexiko gefeiert wurde, glaubte, in Japan den Frieden gefunden zu haben und jetzt mit meiner Familie in England lebe, bin ich ein Israeli. Wie Israel bin ich im Krieg geboren.Als 1991 Saddam Hussein seine sowjetischen Boden Boden-Luft-Raketen Scud gegen Jerusalem und Tel Aviv abfeuerte befürchtete ich, dass Israel sich wehren und zurückschießen würde. Israel, und vermutlich die ganze Welt, würde im Krieg untergehen.Ich glaube nicht, dass Israels Mut während des Golfkriegs voll gewürdigt worden ist. Wir sind eine kriegserprobte Nation, aber als Saddam unsere Städte bombardierte, um uns zu provozieren, hielten wir ihm Stand.Jetzt ist die Zeit für uns gekommen, die gleiche Art von Tapferkeit zu zeigen, um eine Irakkrise anderer Art zu entschärfen.Seit Januar 1999 haben Jets der Alliierten Irak bombardiert. Dem Westen scheint es egal zu sein, dass jetzt, ein Jahr später, immer noch bombardiert wird. Sanktionen haben seit 1990 langsam aber sicher alles Leben aus dem Land gepresst, und nichts weist darauf hin, dass sie in nächster Zeit aufgehoben werden sollen.Ich unterschätze die arabische Bedrohung von Israel nicht, und ich bin überzeugt, dass Terroristengruppen, einschließlich der extrem wohlhabenden Organisation Osama Bin Ladens, tragbare „Kofferatombomben" erworben haben. Aus Washingtoner Quellen war zu erfahren, dass Bin Laden den Tschetschenen 30 Millionen Dollar in bar und afghanisches Heroin im Wert von 700 Millionen Dollar bezahlt und dafür einige der aus ex-sowjetischen Arsenalen verschwundenen Kofferbomben erhalten hat.Alexander Lebed, der frühere russische Sicherheitschef, hat den Amerikanern erklärt, dass die Explosion eines einzigen dieser Koffer in einer Stadt das Leben von 100'000 Menschen auslöschen könnte. Aber es ist nicht wahrscheinlich, dass irgendeine dieser tragbaren Bomben sich in den Händen Saddams befindet oder dass sie Bin Ladens Strategie beeinflusst.Auf jeden Fall ist sicher, dass sich keine Kernwaffe im Besitz der Babies und der Kleinkinder Iraks befindet. Dennoch sind es die Kinder, die jetzt sterben müssen.Die Bomben töteten einige von ihnen. Als eine amerikanische Rakete des Typs AGM-130 im Februar 1999 in einen Häuserkomplex von Basra fiel, wurden 17 Menschen getötet und 100 verletzt. Unter den Toten befanden sich zehn Kinder und sechs Frauen. Diese Zahlen wurden von der UNO bekanntgegeben. Und dennoch sind diese Zahlen unwesentlich verglichen mit den menschlichen Kosten der Sanktionen. Die UNICEF schätzt, dass monatlich 5000 bis 6000 irakische Kinder Krankheiten und Hunger zum Opfer fallen. Die Sterblichkeitsrate der unter fünf Jährigen hat sich seit der Auferlegung von Sanktionen mehr als verdreifacht, und ein Viertel der Kinder sind unterernährt.Nasra al Sa'adoun, die an der Pariser Sorbonne ausgebildete Enkelin eines irakischen Ministerpräsidenten, hat westlichen Journalisten in Bagdad erklärt: „Wir haben keine Elektrizität, kein sauberes Wasser, keine Eisenbahnen, keine sicheren Autos, und Sie bombardieren uns jeden Tag. Glauben Sie mir, wir würden einen echten Krieg diesem langsamen Tod vorziehen. Dies ist Völkermord."Völkermord ist kein übertriebener Ausdruck. In den vergangenen zehn Jahren sind 500'000 irakische Kinder gestorben. Die UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation WHO und ex-Uno-Beamte wie Denis Halliday, ehemaliger humanitärer Koordinator für den Irak, bestätigen diese Zahlen.Gesundheitsvorsorge ist quasi inexistent. Die UNO berichtet: „Dienstleistungen des öffentlichen Gesundheitswesens sind nahezu vollständig kollabiert; es mangelt im ganzen Land an grundlegender Medizin, lebensrettenden Medikamenten und wesentlichen medizinischen Ausrüstungen."Unbrauchbare Bestandteile lebenswichtiger Ausrüstung verstauben in Iraks Lagerhäusern, weil die Sanktionen den Import von lebensrettenden Produkten verunmöglichen. Es werden Spritzen geliefert, aber die Ärzte müssen danach zwölf Monate lang auf die dazugehörigen Kanülen warten. Die UNO versucht, diese bürokratischen Pannen in Fachsprache auszudrücken und bezeichnet dies als ein Problem von „Unkomplementarität".Das Allerschlimmste ist die zehnfache Zunahme von Krebserkrankungen. Laut Estimationen der John Hopkins Universität und Angaben von Professor Mikdem M. Saleh aus Baghdad werden innerhalb von zehn Jahren 44 Prozent der Iraker an Krebs erkranken. Die Strahlenwerte in Basra sind 84 Mal höher als die von der WHO festgelegten Grenzwerte, und im städtischen Krankenhaus werden täglich Säuglinge mit schrecklichen Missbildungen geboren.Dieser Horror wird durch radioaktives DU (depleted uranium = verbrauchtes Uran) verursacht, das anstelle von Titan als billigere Ummantelung der Sprengköpfe verwendet wird. Einigen Schätzungen zufolge entstehen dadurch 900 Tonnen radioaktiven Abfalls, der nur nach 4,5 Milliarden Jahren aufhören wird, den Irak zu verseuchen.Dem provokativen Aufruf Saddam Husseins zu den Waffen zu widerstehen war der schwierigste Entscheid, den Israel je zu treffen hatte. Jetzt müssen wir einen weiteren, noch schwierigeren, fällen - und das Ende der Bombardierungen im Irak verlangen.


Wendezeit

Dezember 1999, Nr. 1/00

Der Weltuntergang - vielleicht näher als vermutet

Die Menschen haben schon immer von einer Endschlacht zwischen Gut und Böse gesprochen, die den gesamten Planeten auslöschen würde - dem Tag des Herrn, der Apokalypse, Harmageddon, Yaum al-Din, Ragnarock, der Vier-Minuten-Warnung.Theologen widmen ihre ganze Berufslaufbahn der Eschatologie, dem Studium des Weltuntergangs. Es ist die absolut furchtbarste Katastrophe, die der Menschheit widerfahren könnte - warum in aller Welt betrachten die meisten Menschen den Weltuntergang als großen Scherz?Glaubten die Eschatologen tatsächlich, dass wir kurz vor dem Letzten Gericht stehen, würden sie sich nicht mehr um ihre akademische Laufbahn kümmern. Wer braucht denn schon den Titel eines Dr. phil. und einen Lehrstuhl, wenn alle weltlichen Probleme innert Monats- oder Jahresfrist ohnehin beendet werden?Aber was könnte lächerlicher sein als ein ernst dreinblickendes Männlein mit einem schlecht gedruckten Plakat mit der Aufschrift „Dass Ende der Welt steht for der Thür"?Im Internet verwenden Programmierer, die einen tatsächlichen Grund haben, sich vor dem Jahr 2000 und seinem Mikrochip-Bug zu fürchten, eine liebevolle Abkürzung für den Tag X des Weltuntergangs: TEOTWAWKI - The End Of The World As We Know It (= das Ende der Welt wie wir sie kennen).Für einen charismatischen Amerikaner, der jetzt vermutlich in Oxford lebt, ist TEOTWAWKI kein Scherz. Der Weltuntergang wird in den letzten Tagen dieses Millenniums eintreten, und er wird von den Menschen verursacht werden. Monte Kim Miller, ein ehemaliger Pharmazeutik-Marketingdirektor aus Denver, Colorado, gründete in den achtziger Jahren die Bewegung Concerned Christians (Besorgte Christen), um die Kirchen vor den zerstörerischen Millennium-Kulten zu warnen.Das Jonestown-Massaker, das 900 Anhängern des Reverend Jim Jones im guayanischen Urwald 1978 den Tod brachte, schockierte die Welt. Die Waco-Belagerung, während der der geisteskranke Guru David Koresh und 84 Sektenmitglieder bei einem Feuergefecht mit dem FBI ums Leben kamen, verstärkte Millers Überzeugung, dass Todeskulte wie Pilze aus dem Boden schießen. Nichts könne sie stoppen, außer dem Weltuntergang, dachte er. Mit der Zeit steigerte sich Miller in die Überzeugung hinein, dass Gott ihn beauftragt habe, den Weltuntergang einzuleiten. Er versammelte mehr als 70 Anhänger in Colorado, prophezeite, dass Denver am 10. Oktober durch Gottes Hand zerstört würde, und führte sie ins Gelobte Land (Israel).Miller predigte, dass er selber im Dezember 1999 durch die Kräfte des Satans in den Straßen Jerusalems ermordet, nach drei Tagen aber von den Toten wieder auferstehen würde.Dies würde die Geburt des Messias bedeuten. Miller plante ein Gefecht mit den israelischen Streitkräften, um die satanischen Mächte zu bekämpfen; er hatte sogar vorgesehen, die Konfrontation durch das Erschießen von Frauen und Kindern auf den Straßen einzuleiten.Als der israelische Geheimdienst Shin Bet die Häuser der „Concerned Christians" westlich von Jerusalem stürmte, konnte Monte Kim Miller nicht verhaftet werden - er war nicht dort. Acht erwachsene Amerikaner und sechs Kinder - der Kult betraf ganze Familien - wurden ausgewiesen. Miller soll sich in England aufhalten, und über 50 seiner Anhänger befinden sich ebenfalls auf der Flucht; niemand weiß, wie fortgeschritten seine Harmageddon-Szenarien sind. Möglicherweise hat er sie auf London, Manchester, Glasgow oder andere Ortschaften übertragen.Die „Concerned Christians" ist eine von mindestens einem Dutzend Todessekten, die sich auf das Millennium konzentrieren. „Menschen, die erwarten, dass die Welt in Kürze untergehen wird, tun viele eigenartige Dinge", sagt Ted Daniels, Direktor des Millennium Watch Institute, das den Millenniumswechsel beobachtet und dessen Datenbank mehr als 1200 Sekten enthält. „Sie verwerfen sogar die grundlegendsten Regeln des gesunden Menschenverstands, die den Resten von uns gesund und am Leben erhält. Sie zerstören das, was sie zum Überleben benötigen. Sie provozieren Kämpfe, die sie unmöglich gewinnen können, und sie sprechen von Dingen, die offensichtlich nicht eintreten werden."Der ehemalige Kibbutznik Yisrael Hawkins regiert das „House of Yahweh" mit seinen zirka 3000 Anhängern und predigt, dass der Weltuntergang sehr rasch eintreten wird, wenn die biblischen Gesetze nicht befolgt werden.Der Tempel von Jerusalem soll Seite an Seite mit der Omar-Moschee wieder aufgebaut werden. Auch Hawkins erwartet, durch Satan ermordet zu werden.Tausende von Bewohnern Sibiriens könnten Massenselbstmord begehen; ihr Anführer Sergei Torop, ein ehemaliger russischer Polizeigefreiter, behauptet, er sei der Messias, und baut eine „Sonnenstadt" auf dem Berg Sukhaya.Sogar die Altersschwachen haben ihren eigenen Kult: Der 90-jährige Orville T. Gordon, den Adepten der „Kräfte der Äußeren Dimensionen" als Nodrog bekannt, hat sich auf einem texanischen Grundstück verschanzt und erwartet, durch UFOs vor der Apokalypse errettet zu werden.Wenn derart gefährliche Irren wie Miller, Hawkins, Torop und Gordon sich auf den Weltuntergang vorbereiten, könnte dieser bereits näher sein, als wir es bisher vermuteten.


Wendezeit

Oktober/November 1999, Nr. 6/99

Psychokinese an Princeton

In einem unterirdischen Bürogebäude auf dem Campus der renommierten Princeton-Universität befindet sich das PEAR-Laboratorium (Princeton Engineering Anomalies Research), in welchem technische Anomalien erforscht werden. Für Außenstehende tönt das ziemlich langweilig, und doch handelt es sich vermutlich um die weltweit wichtigsten Forschungen dieser Art. Jeder, der einen Computer oder ein anderes elektronisches Gerät besitzt, sollte davon Kenntnis haben.Der verantwortliche Leiter des bald 20jährigen PEAR-Labors ist Robert G. Jahn, der Dekan der technologischen Fakultät. Als Fachmann in Raketenantrieb und allgemeiner Luftfahrttechnik hat er lange für die NASA und das US Verteidigungsministerium gearbeitet. Beeindruckend ist auch die Menge seiner Forschungsarbeiten in einem ziemlich anderen Bereich - der Interaktion zwischen Geist und Materie, oder was wir normalerweise Psychokinese (PK) nennen. Tatsächlich ist das PEAR-Labor ein psychisches Forschungslabor, obgleich es unter dieser Bezeichnung keine zwanzig Tage überlebt haben würde - geschweige denn 20 Jahre.Der Grund, der Jahn dazu trieb, sich diesem umstrittenen Bereich zu widmen, war „die Geräte, Techniken und Prozesse zu identifizieren , die am ehesten vom Operatoren verursachte Abweichungen aufzeigen, und die Charakteristika solcher Anomalien zu dokumentieren" - in anderen Worten zu sehen, ob der Geist tatsächlich Maschinen verwirren kann.Viele Menschen sind bereits überzeugt, dass sie das können. Es gibt sogar Leute, die behaupten, dass technische Apparaturen schon bei ihrer bloßen Anwesenheit im selben Raum versagen. Die Wissenschaftler nennen dies den Pauli-Effekt, benannt nach dem Nobelpreisträger Wolfgang Pauli, dem man nachsagte, unzählige mechanischen Desaster hervorgerufen zu haben. Manchmal spricht man auch vom „Gremlin"-Effekt, in Anspielung auf die kleinen Filmmonster, die mit Vorliebe elektrische Geräte zerstören.Im April 1985 wurde die traurige Geschichte eines Peter Strickland veröffentlicht. „Wenn ein Computer mit von der Partie ist", sagte er, „kann ich Ihnen fast garantieren, dass er Fehlfunktionen aufweist, wenn ich in der Nähe bin". Der arme Kerl konnte nicht einmal mit einem Taschenrechner fehlerfrei arbeiten, obwohl seine Kollegen mit demselben Gerät keinerlei Probleme hatten. Einmal gelang es ihm sogar, eine computergesteuerte Textilmaschine zu veranlassen, sämtliche Fäden zu verwirren, indem er sich ihr näherte.Man kann sich vorstellen, welche katastrophalen Folgen ein Auftreten des Pauli-Effekts zum Beispiel in einer Flugkontrollanlage oder in einem Atomwaffenlager.Jahn und seine Kollegen interessieren sich für weit subtilere Effekte, die nicht zwangsweise mit Psychokinese (PK) zu tun haben, aber allem Anschein nach von irgend einem Einfluss bestimmter Leute verursacht werden. Ihr erstes Experiment machten sie mit einem Zufallsgenerator und einem als „gelegentliche mechanische Kaskade" bezeichnetes Gerät. Der Zufallsgenerator sollte eine mikroelektronische Lärmquelle in einen zählbaren Strom von positiven und negativen Impulsen umzuwandeln. Freiwillige wurden gebeten, einfach vor einen Bildschirm zu sitzen und auf Kommando entweder die Zähler zu erhöhen (PK+), zu vermindern (PK-) oder gar nichts zu bewirken (BL = baseline, Grundlinie).Die Kaskade ist eine riesige Maschine, ca. 3 x 1,8 m, die 9000 kleine Polystyrenkugeln enthält, die alle gleichzeitig aus einem Loch oben herausfallen, sich ihren Weg durch 330 Stöpsel suchen, um schließlich in einen von 19 Behältern zu fallen. Normalerweise ordnen sich die Kugeln nach einer ordentlichen Gauß'schen Kurve, bei der die mittleren Behälter fast voll und die Randbehälter fast leer bleiben. Von den Versuchspersonen wurde verlangt, den Weg der Kugeln entweder nach links oder nach rechts, oder aber ganz ohne mentale Beeinflussung fallen zu lassen.Die Resultate beider Experimente waren eigenartig. Auf den ersten Blick scheinen sie nicht sehr aufregend, da der festgestellte Unterschied zwischen den PK+ und den PK- Resultaten weniger als 1 Prozent betrug. Aber der Punkt ist: Es hätte eigentlich überhaupt keinen Unterschied ergeben dürfen.Die PEAR-Resultate könnten tatsächlich interessanter sein, als sie scheinen. Jahn verwendete sämtliche Freiwillige, deren er habhaft werden konnte; einige von ihnen ließ er mehrmals an die Maschinen, während er andere nur einmal testete. Einige waren eindeutig besser als der Durchschnitt im „remote-controlling" (Kontrolle auf Distanz) und erreichten jeweils das, was sie sich vorgestellt hatten, während andere regelmäßig genau das Gegenteil von dem erreichten, was sie beabsichtigt hatten. Zusammen genommen hatten alle Resultate eine Signifikanz von einigen Tausend zu Eins. In den meisten anderen Wissenschaften würde man ein solches Resultat als ziemlich eindeutigen Beweis akzeptieren, insbesondere da Jahns Arbeit mit Zufallsgeneratoren von ungefähr siebzig anderen Forschern in rund achthundert Experimenten wiederholt werden konnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass die gesamten Resultate innerhalb der erwarteten Zufallsergebnisse liegen könnten, sind auf eine Trillion zu Eins geschätzt worden. Wer sagt denn, dass es keinen „realen" Beweis für psychische Energien gibt?


Wendezeit

Wassermann-Zeitalter Nr. 5/99

Ein Fall von Reinkarnation

Araber war in einem früheren Leben Jude

„Der Friede" sagte mir ein Politiker kürzlich „ist nicht möglich. Ein momentaner Friede, vielleicht, aber dauerhafter Friede nicht. Juden und Araber sind zu unterschiedlich. Wir sind unterschiedliche Rassen, haben unterschiedliche Kulturen und diese Unterschiede werden nie abgeschafft werden. Wir leben in unterschiedlichen Welten." Dieser Politiker war einer jener Typen, die einfrieren, wenn irgend jemand außer ihnen spricht, und schon die Tatsache, daß ich neben ihm stand, löste bei mir ein vergiftetes Gefühl aus. Ich versuchte deshalb nicht, mit ihm zu diskutieren und ging einfach fort - froh, darüber, daß er im Moment keinen einflußreichen Posten bekleidet.Dieser Politiker hat unrecht. Juden und Araber gehören zur selben Menschheit, die in derselben Welt lebt. Sie gleichen sich in allem außer in kleinen, unwichtigen Details. Ich habe den Beweis dafür gesehen - und er war eine der verwirrendsten Erfahrungen meiner Karriere.BühnenhypnoseEs war im Frühjahr 1972 und ich hatte gerade eine zwanzig Monate dauernde Tournee hinter mir. Mit meinen Fähigkeiten als „Metallbieger" und Gedankenleser hatte ich Aufsehen erregt, war von Golda Meir öffentlich gerühmt worden und hatte sehr viel Spaß erlebt. Meine Bühnenpersönlichkeit war bekannt und das Publikum glaubte, ich hätte keine Überraschungen mehr auf Lager. Deshalb beschloß ich, meine Auftritte um eine Hypnose-Nummer zu ergänzen.Eines Abends trat ich in einem Filmtheater in Haifa auf. Wie üblich führte ich meine Fähigkeiten vor und kam dann zur Hypnose. Ich bat alle Leute, ihre Hände ineinander zu verschränken. Ein Viertel der Leute weigerte sich dies zu tun, aus Angst vor dem, was dann geschehen würde. Grundlos, denn niemand kann gegen seinen eigenen Willen hypnotisiert werden.Ich fing an, langsam rückwärts zu zählen. „10, 9, 8 … Ihre Hände greifen fester … 7, 6, 5 … sie sind fest, ganz fest verschränkt … 4, 3, 2 … am Ende des Countdowns können Sie Ihre Hände nicht mehr voneinander lösen … EINS!!!"Ungefähr hundert Leute konnten ihre Hände nicht mehr voneinander lösen. Ich rief sie alle zusammen auf die Bühne und stellte fest, daß ca. 60 Prozent von ihnen nur blufften und Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollten. Ich sandte sie an ihre Plätze zurück.Die restlichen 30 oder 40 saßen im Halbkreis auf der Bühne. Nachdem ich ihre Hände wieder gelöst hatte, fing der Spaß an. Sie aßen Zwiebeln, die ich ihnen als Äpfel vorstellte. Sie sprachen wie Micky Maus und Donald Duck, sie tanzten wie Nurejew und dampften über die Bühne wie der Orient Express. Der Höhepunkt der Vorführung war ein imaginärer Flug um die Welt: „Wir nähern uns dem Aequator … es wird warm … es wird heiß … viel zu heiß … Sie müssen Ihr Hemd ausziehen, es ist so heiß … pff … und die Hose … Nein! nicht die Unterwäsche! … Wir kommen jetzt zum arktischen Kreis und plötzlich ist es entsetzlich kalt … schnell, an mit der Bekleidung!Danach führte ich sie in die Vergangenheit zurück. Ich zählte wieder von 10 an rückwärts, und bei 5 waren sie 5 Jahre alt, 3 Jahre bei 3, 2, dann 1. Bei Null befanden sich nur noch hilflose, gurgelnde und sabbernde Riesenbabies auf der Bühne.Rückführung vor die GeburtUnd an jenem Tag ging ich über Null hinaus - in die Minuszahlen…Einer der Leute auf der Bühne war ein ca. 21jähriger Mann mit Augen so schwarz wie Kohle. Er zeigte sich als ausgezeichnetes Subjekt und die Tiefe seiner hypnotischen Trance zeigte sich in seinem starren Blick. Er hatte sich diesem Erlebnis furchtlos gestellt, und als ich ihn bis zu seiner Zeit in der Gebärmutter und noch vorher hinführte, ging er bereitwillig mit. Später sagte er mir, er sei Marokkaner, aber als ich ihn auf der Bühne fragte, wer er sei, antwortete er auf Polnisch: „Mein Name ist Leopold."Ich spreche nicht Polnisch, aber ich kenne genügend Polen, Russen und Tschechen, um ihre Sprachen auseinander halten zu können. Die Überraschung - auch für mich - war perfekt.„Ich brauche einen Übersetzer", rief ich in den Saal, und ein Mann beeilte sich, auf die Bühne zu kommen.

Ein einfacher polnischer Bauer

In den nächsten 15 Minuten ließ ich den hypnotisierten Mann erzählen. Er sprach in einem gemessenen und gleichmäßigen Tonfall, und der Übersetzer mußte hart arbeiten, um mit ihm Schritt zu halten. Die Geschichte, die beide erzählten, hatte keinen Anfang, keine Mitte, aber zweifellos ein Ende. Der Mann erinnerte sich an Pferde und wie er jede Woche vierzig Meilen auf staubigen Straßen reisen mußte, beginnend bei Tagesanbruch in seinem Dorf und endend nach Einbruch der Dunkelheit in Warschau. Er brachte Felderzeugnisse zum Markt - nicht sehr viel, und er erhielt dafür einen schlechten Preis. Aber es war das, sagte er, was ein Bauer erwarten konnte, und schließlich mußte er ja für seinen Lebensunterhalt keine städtischen Preise zahlen. Die wenigen Zlotys, die er für seine Gemüse und seine Felle erhielt, genügten, um seine Familie über die Runden zu bringen.Er beschrieb seine jeweilige Rückkehr am Donnerstagabend und seine Vorbereitungen für Schabbath am Freitag. Er erzählte uns, was sie aßen und wie sie beteten - alle Leute im Saal waren tief bewegt. Und dann sprach er von seinem Tod - „starker Husten und ein Schmerz hinter den Rippen, der Tage und Nächte dauerte, so daß ich froh war, als er aufhörte - so froh, daß es mir gleichgültig war, was aus mir geschehen würde." Das waren seine letzten Worte auf Polnisch, und danach beeilte ich mich, ihn aus seiner Trance zu holen. Obwohl es zweifellos interessant gewesen war, jemanden in eine Zeit vor seiner Geburt zu geleiten, schien es mir nicht ratsam, ja gefährlich, ihn seinen eigenen Tod und die zeit danach erleben zu lassen.Aber als ich mich anschickte, den Bann zu brechen, fragte der Übersetzer plötzlich: „Wie war der Name Ihres Königs?" „Stanislaw", antwortete der Mann.Später schauten wir uns die Namen der polnischen Monarchen an und fanden heraus, daß Stanislaw II. zur Zeit der Französischen Revolution regiert hatte. Der Übersetzer meinte, dies erkläre, weshalb das Polnisch des Mannes altmodisch und rustikal geklungen habe.Was mich persönlich aber noch mehr erstaunte als diese detaillierte Erinnerungen an ein vergangenes Leben - nur dadurch kann ich mir die Fülle der Details erklären - waren die Aussagen des Mannes nach seinem Erwachen aus der Trance. Er war kein Israeli. Er war nicht einmal Jude. Er war Marokkaner mit amerikanischen Pass und besuchte Freunde in Israel. Er war Araber, sein Name war Mohammed - ein Moslem.Ein arabischer Moslem, der ohne jeden Zweifel einmal ein polnischer Jude gewesen war.
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Wassermann-Zeitalter Nr. 4/99

Vermächtnis eines "Langstreckenheilers"

Edgar Cayce dürfte der größte Prophet und Heiler des Jahrtausends gewesen sein &endash; und er war dies ausschließlich im Schlaf.Obwohl er kaum lesen konnte, kannte er die menschliche Anatomie mindestens so gut wie jeder Chirurg, und in einem selbstinduzierten hypnotischen Trancezustand konnte er innerhalb von Minuten Krankheiten diagnostizieren und die passenden Behandlungen empfehlen. Dazu mußte er nicht einmal den Patienten sehen, denn er arbeitete mit Telepathie. Wenn er einen Brief von einem Tausende von Meilen entfernt lebenden Kranken in der Hand hielt, war Cayce überzeugt, dass er sich mental mit den kranken Zellen dieser Person verständigen könne.Die Idee mutet lächerlich an, deren Auswirkung war es nicht. Tausende von Leuten glaubten, daß Cayce sie von ihrem Leiden befreite.Seine erste Heilung betraf ihn selbst: 1898 kurierte er sich von einer Halskrankheit. Später wurde er durch seine zahlreichen „Readings" berühmt. Als Sechziger hielt er, zwischen Juni 1943 und Juni 1944, 1385 Trancesitzungen ab &endash; bis zu sechsmal täglich. Erschöpft starb er am 3. Januar 1945. In seinem Nachlaß fanden sich unzählige Einzelverordnungen für Patienten, die er nie getroffen hatte, sowie zahlreiche Wahrsagungen und Einblicke in seine vergangenen Leben.Cayce, ein bescheidener Mann, glaubte, daß jeder von Geburt auf medial veranlagt sei. Psychokinese war für ihn eine Form von Kreativität, und alle außersinnlichen Wahrnehmungen (ASW) waren seiner Meinung nach eine Äußerung des Glaubens und der Liebe.Obwohl Hunderte von Ärzten die Echtheit seiner Heilkräfte bezeugten, wurde er durch das Establishment verfolgt und geplagt, der Wahrsagerei beschuldigt und sogar der Mitschuld an einem Mord angeklagt, nachdem er in Trance einen Mörder identifiziert hatte.Er gilt als Vater der holistischen (ganzheitlichen) Medizin. Von ihm stammt die Auffassung, daß ein einziges Element in unserem Leben, das sich im Ungleichgewicht befindet, uns selbst aus dem Gleichgewicht bringen kann. Seine Grundregeln waren einfach: ein guter Kreislauf, eine gute Ernährung, viel Entspannung und eine gesunde Verdauung. Heute noch existieren mindestens vier Gesellschaften, die sich der Förderung seines Gedankenguts widmen.Cayce selbst gründete einer dieser Gesellschaften: die „Association for Research and Enlightenment", die heute noch von seinem Enkel Charles geleitet wird. Seine Website im Internet (http://www.are-cayce.com) sieht wie eine bunte Werbebroschüre für den Verkauf von Immobilien oder Vitaminpillen aus und enthält zahlreiche farbige Graphiken und aufmunternde Zitate, außerdem eine Plauderseite (chat room), eine kleine Audiothek mit Tonaufnahmen über ASW, Heilen und Geisteskräfte sowie einen einfachen Test zur Erkennung der eigenen psychischen Fähigkeiten.Die Ansichten Cayces waren eher ungewöhnlich, exzentrisch, ja eigenartig. Er glaubte z.B. daß die Bimini Inseln in den Bahamas die Spitzen der Berge des versunkenen Atlantis seien &endash; die einzigen Überreste eines Kontinents, der Ursprung der größten Zivilisation auf Erden gewesen sei. Und er behauptete, daß jeder geheime Gedanke jedes Menschen in einem endlosen Journal aufgezeichnet werden, in der Akasha-Chronik.Ich bin froh, Ihnen mitteilen zu können, daß es bis heute noch keine Webadresse für die Akasha-Chronik gibt.


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Wassermann-Zeitalter Nr. 3/99

Hellseherische Hunde

Wieviele Leute haben die Erfahrung gemacht, daß ihr Hund oder ihre Katze sie bei ihrer Heimkehr am Fenster oder neben der Türe erwartete, als ob das Tier genau gewußt hätte, wann sein Meister nach Hause kommen würde. In einer kürzlich erfolgten Umfrage im Norden Englands haben die Hälfte der Tierhalter, vor allem Hundehalter, von solchen Erfahrungen berichtet.Klar, wenn Sie jeden Tag um dieselbe Zeit mit Ihrem Auto von der Arbeit nach Hause zurückkehren, weiß Ihr Hund, wann er Sie erwarten kann und kennt das Motorgeräusch Ihres Wagens. Daran ist nichts Paranormales. Stellen Sie sich aber vor, daß Sie, wie einige der Befragten, jeden Tag zu einem anderen Zeitpunkt manchmal mit dem Bus, manchmal im Auto eines Freundes oder manchmal zu Fuß heimkehren. Wenn Ihr Hund auch jetzt jedesmal neben der Türe sitzt, um Sie zu empfangen, wird die Sache schon interessanter. Und wenn jemand, der zu Hause geblieben ist, Ihnen mitteilt, wann der Hund sich zur Tür begeben hat und Sie feststellen, daß es genau der Zeitpunkt war, an dem Sie sich auf den Heimweg begeben haben, dann sieht das Ganze schon etwas abnormal - oder übernatürlich - aus. Wenn Sie gar eine Überwachungskamera laufengelassen haben und das Aufnahmeband danach aufzeigt, daß der Hund während der meisten Zeit faul rumgelegen ist, sich vielleicht vorübergehend für eine vorbeispazierende läufige Hündin oder eine vogeljagende Katze interessiert hat, aber genau dann quicklebendig geworden ist, als Sie sich auf den Heimweg gemacht haben, dann weist dies schon auf hellseherische Fähigkeiten Ihres Hundes hin.Bis vor kurzem mögen Sie sich gewundert haben, warum kein Wissenschaftler diese Fähigkeit ernsthaft untersucht hat. Glücklicherweise hat sich jetzt zumindest einer von ihnen in dieses Gebiet vorgewagt und dabei Erstaunliches entdeckt.Rupert Sheldrake ist ein namhafter Wissenschaftler mit einer soliden akademischen Ausbildung in Biologie und Biochemie. Er ist einer der wenigen, die bereit sind, sich in Gebiete vorzuwagen, die von allen anderen Wissenschaftlern gemieden, abgelehnt oder überhaupt nicht zur Kenntnis genommen werden. Er formte ein Team mit der Hundehalterin Pamela Smart, von Ramsbotton (Greater Manchester, GB), die 1993 die psychischen Fähigkeiten ihres Mischlingsterriers Jaytee entdeckt hatte.Früher arbeitete sie als Schulsekretärin mit regelmäßiger Arbeitszeit. Sie hatte täglich um 16.30 Uhr Feierabend und brauchte ungefähr eine Stunde für den Heimweg. Tagsüber wurde Jaytee von ihren Eltern betreut, die Tür an Tür mit ihr wohnten. Ihnen fiel bald auf, daß Jaytee im Gegensatz zu ihnen immer zu wissen schien, wenn Pamela auf dem Heimweg war, und sie fingen an, ihre Beobachtungen schriftlich festzuhalten.Über eine Zeitspanne von drei Monaten notierten sie jeweils den Zeitpunkt, an dem Jaytee anfing, zu reagieren, sowie den Zeitpunkt, an dem Pamela nach Hause kam. Sie fanden heraus, daß der Hund in 27 Fällen merkte, wann seine Meisterin aufbrach, und sich nur sechsmal irrte, was eine beeindruckende Trefferquote von 82 Prozent ergab.Als Pamela keiner regelmäßigen Arbeit mehr nachging, kam sie auch nicht mehr immer zur selben Zeit nach Hause. Sie konnte jederzeit gehen und frühmorgens oder auch spätabends zurückkehren. Manchmal ging sie nur kurz um die Ecke, manchmal fuhr sie mit einem Freund (in dessen Wagen) mehrere Kilometer weit weg und blieb fast den ganzen Tag abwesend. Eigenartigerweise schien Jaytee nicht nur genau zu wissen, wann sie heimkommen würde, sondern auch, wie weit entfernt sie war. Wenn sie eine lange Heimreise hatte, wartete der Hund längere Zeit am Fenster; hatte sie hingegen nur einen kurzen Heimweg, wartete auch der Hund entsprechend kurze Zeit.In der Zeit zwischen Juli 1994 und Februar 1995 wurden 63 Ausgangszeiten von Pamela Smart aufgezeichnet. Ihr Hund Jaytee schien jetzt eine Trefferquote von erstaunlichen 87% zu haben. Wenn er sich irrte, hatte er meist einen guten Grund dazu. Entweder fühlte er sich nicht wohl, oder er wurde durch einen anderen Hund abgelenkt, den er durch die vergla